Nach Drogen-Razzia: Jetzt spricht Bachmaier!

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Hugo Bachmaier zeigte sich gut gelaunt beim Sommerfest im Cavos und beteuerte gegenüber der tz seine Unschuld

München - Zwei Wochen ist es her, dass Hugo Bachmaier, der Szene-Wirt des Bachmaier Hofbräu, ins Visier der Drogenfahnder geraten ist. Jetzt bricht er in der tz sein Schweigen.

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Drogenrazzia bei Hugo Bachmaier

 Sie durchsuchten sein Lokal in der Leopoldstraße und sein privates Anwesen. Ungerührt feierte er am selben Abend in seinem Hofbräu zusammen mit dem In-Griechen Cavos ein rauschendes Fest der bayerisch-griechischen Freundschaft. Am Dienstag war der Gastronom zu Gast beim Cavos-Sommerfest in der Königinstraße – und beteuerte gegenüber der tz seine Unschuld.

Promi-Wirt Bachmaier: Wilde Party nach Drogen-Razzia

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„Die bisherige Berichterstattung war leider fehlerhaft“, sagt Bachmaier. „Weder in meinem Lokal, noch bei den 56 dort durchsuchten Personen, noch bei mir zu Hause wurde etwas gefunden.“ Dem widerspricht allerdings der Bericht der Münchner Polizei, die geringe Mengen in der Wohnung des umtriebigen Wirtes gefunden haben will.

„Das mag schon sein“, sagt Bachmaier dazu. „Aber es wurde nicht bei mir, sondern an einer Bekannten gefunden, die das bei sich trug.“ In diesen Dingen ist Bachmaier genau: Die Dame, die ausdrücklich nicht seine Lebensgefährtin Aline gewesen sei, war bei ihm zu Besuch. „Aber ich selbst habe nichts gehabt“, betont Bachmaier und hat ein seiner Meinung nach unschlagbares Argument parat: „Schau ich so aus, als würde ich bei mir was lagern? Da müsste ich ja komplett wahnsinnig sein!“

Bachmaier weiter: „Ich bin jetzt 53 Jahre alt und hatte noch nie was mit Drogen zu tun. Ich habe noch nicht mal einen Punkt in Flensburg!“ Was ihn besonders erzürnt: „Dass es jetzt so hingestellt wird, als würde ich meine Freundin damit belasten, das ist das Allermieseste. Von mir gibt es bislang keinerlei Aussagen.“ Tatsächlich wurde bislang davon ausgegangen, dass sie diejenige war, der das Betäubungsmittel zugeordnet werden sollte.

Über die Zukunft seiner Wirtschaft macht sich der Gastronom keine Sorgen: „Ich bin in ständigem Kontakt mit der Brauerei, die stehen hinter mir.“

Und so feierte Bachmaier am Dienstag gelöst im Cavos, unmittelbar am Laufsteg der Eitelkeiten, über den mehr als tausend Partygäste zu ihren Tischen liefen. Darunter CSU-Parteivorstand und ­Ex-Umweltminister Otmar Bernhard sowie Bachmaier-Spezi Abi Ofarim, auch er einer der Gäste bei Bach­maiers denkwürdiger Feier der bayrisch-griechischen Freundschaft vor 15 Tagen. Man grüßte sich, umarmte sich, geschnitten wird Bachmaier nach der Razzia nicht. Ganz im Gegenteil: „Seit dem Vorfall ist mein Lokal voller als je zuvor.“

Thomas Oßwald

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