Schlagbauer findet sich nicht mit Urteil ab

Nach Drogenaffäre: Ex-Stadtrat akzeptiert Höhe der Geldstrafe nicht

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Georg Schlagbauer.

München - Die Rotlicht-Affäre um den früheren Wiesn-Stadtrat Georg Schlagbauer (CSU) geht in die nächste Runde. Schlagbauers Anwalt hat Einspruch eingelegt gegen den Strafbefehl, den der Metzgermeister Ende Dezember erhalten hat.

Dies bestätigte eine Sprecherin des Amtsgerichts München. Schlagbauer hat demnach den Schuldspruch und die Anzahl von 180 Tagessätzen akzeptiert. Er ist damit vorbestraft. Allerdings wehrt sich der Ex-Präsident der Handwerkskammer gegen die festgelegte Tagessatzhöhe. Diese bemisst sich grundsätzlich nach dem Netto-Einkommen des Täters. Aus Sicht Schlagbauers hat die Staatsanwaltschaft aber einen zu hohen Betrag angesetzt. Wie hoch er ist, dazu machte das Amtsgericht keine Angaben. 

Im Truderinger Bordell Extasia verkehrte der Ex-Wiesn-Stadtrat häufiger.

Laut Gesetz beträgt die Tagessatzhöhe mindestens einen und höchstens 30.000 Euro. Es werden alle persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Täters berücksichtigt. Durch seinen Einspruch kommt es nun doch zu einem Verfahren – doch dieses wird wohl nicht öffentlich verhandelt. Laut Amtsgericht beabsichtige der zuständige Richter ein schriftliches Verfahren. Dies bedeutet, dass sich die Parteien nicht zur öffentlichen Verhandlung treffen, sondern dass per Post kommuniziert wird. Das dürfte im Sinne des früheren CSU-Hoffnungsträgers sein. Denn weitere pikante Details zu den Rotlicht- und Drogeneskapaden des 45-Jährigen werden nicht in der Öffentlichkeit erörtert. Schlagbauer hatte sich im Sommer 2016 selbst angezeigt bei der Staatsanwaltschaft. 

Sechs Monate ermittelte die Behörde. Am Ende konnte sie Schlagbauer 16 tatmehrheitliche Vergehen des unerlaubten Erwerbs von Betäubungsmitteln in Tateinheit mit unerlaubter unmittelbarer Verbrauchsüberlassung von Betäubungsmitteln nachweisen. Kurz gesagt: Schlagbauer hatte selbst Drogen genommen und diese auch anderen angeboten. In der CSU war vorigen Sommer von Kokain die Rede gewesen. Schlagbauer sowie sein Anwalt Michael Philippi waren am Montag für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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