Nach Ekel-Attacke

Aktivistin lässt Jackson-Monument bewachen

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Die Monument-Aktivistin Nena Snezana Akhtar ist tief enttäuscht, dass die Michael-Jackson-Gedenkstätte am Promenadeplatz auf so üble Weise entweiht wurde.

München - Die Gedenkstätte von Michael Jackson am Promenadenplatz wurde am Montagabend auf ekelhafte Weise geschändet. Jetzt wird das Monument Tag und Nacht bewacht.

Eigentlich wollte sich Nena Snezana Akhtar am Dienstag, dem vierten Todestag ihres Idols Michael Jackson, besonders hübsch machen. Doch statt ihres Lieblings-Outfits trug sie Gummihandschuhe und statt Blumen schleppte sie 60 Liter Putzwasser zu Michaels Gedenkstätte am eleganten Promenadeplatz: Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche wurde das Michael-Jackson-Memorial gegenüber des Bayerischen Hofs (dort wohnte der Superstar bei seinen letzten München-Besuchen) geschändet.

Bereits am 19. Juni beschmutzten Unbekannte die stets liebevoll geschmückte Gedenkstätte mit Urin und einem widerlichen Matsch aus Reis, Mais, Nudeln und Hackfleisch. In der Nacht zum Dienstag wieder die gleiche Sauerei, nun in der Variante verdorbener Thunfisch. Diesmal jedoch wurden die beiden Täter beobachtet. Ein Zeuge rief am Montag um 23 Uhr die Polizei, die einen der beiden Männer noch am Denkmal zur Rede stellte und ihn energisch daran hinderte, weitere Flaschen Urin auszuleeren. Der 30-Jährige gab als Motiv an, dass er „über die Verunglimpfung“ des eigentlichen Denkmals für den Musiker der Hochrenaissance, Orlando di Lasso (1532–1594), verärgert sei.

Diesen Vorwurf lassen Lena Snezana Akhtar und ihre Freunde nicht gelten: „Ich weiß wahrscheinlich mehr über Orlando di Lasso als viele andere. Ich glaube, dass sich die beiden großen Künstler sehr gemocht hätten, wenn sie sich gekannt hätten. Im übrigen lassen wir das Denkmal selbst unberührt und schmücken nur den Sockel, auf dem die Leute früher ihre Leberkässemmeln aßen.“ Viele Bilder, Briefe und Plakate mussten die Fans wegwerfen: „Alles hat so fürchterlich nach Büffel gestunken.“

Seit Dienstag bewachen Michaels treueste Freunde das Denkmal Tag und Nacht – zumindest bis Samstag, wo ein großes Fan-Event am Denkmal steigt. Bis dahin wird auch der Geruch verflogen sein. Nach der großen Putzaktion roch das Denkmal am Dienstag etwas streng nach Melonen- und Zitronen-Raumduft.

Dorita Plange

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