Horror in Neubiberg

Nach Explosion: Hände von Schüler amputiert

München - Die Explosion in einem Neubiberger Einfamilienhaus vom Freitag hat für einen Schüler (19) dramatische Folgen: Im Krankenhaus wurden ihm beide Hände amputiert!

Ein Bild des Grauens! Das, was mal der Heizungskeller war, ist nur eine einzige verschmorte Höhle …

Dieser Anblick bot sich den Experten des Landeskriminalamts (LKA), als sie am Samstag begannen, das Neubiberger Haus zu untersuchen, in dem es am Freitag eine heftige Explosion gegeben hatte. Der 19-jährige Sohn der Familie, ein begeisterter Hobby-Feuerwerker, hatte offenbar mit pyrotechnischen Stoffen hantiert – mit tragischen Folgen. Der junge Mann trug so schwere Verletzungen davon, dass ihm im Krankenhaus beide Hände amputiert werden mussten. Außerdem erlitt er schwerste Verbrennungen an den Armen und am Oberkörper.

LKA-Sprecher Ludwig Waldinger sagt: „Wir konnten ihn noch nicht befragen, wissen nichts über seine Motive. Er liegt im Koma. Wahrscheinlich wird es Wochen dauern, bis wir mit ihm sprechen können.“ Eins hätten die Ermittlungen allerdings schon zweifelsfrei ergeben: „Es liegt kein rechtsextremistischer Hintergrund vor. Im ganzen Haus wurde nichts gefunden, das für einen derartigen Verdacht spricht. Wir gehen von einem tragischen Unfall beim Experimentieren mit Explosivstoffen aus.“ Erst gegen 16 Uhr am Samstag hatten die Beamten des LKA ihre Arbeit im Haus aufnehmen können. Das berichtet der Münchner Merkur. Zunächst musste die Feuerwehr noch Schaum und Löschwasser abpumpen.

Während im Heizungskeller danach nicht mehr viel zu finden war, stellten die Beamten im Erdgeschoss noch weiteres Material sicher. „Etwa ein Kilo explosiver und pyrotechnischer Stoffe wurden mitgenommen“, so Waldinger. Das Haus ist in nächster Zeit wohl nicht bewohnbar. Die Zerstörungen sind erheblich, die Heizung funktioniert nicht.

sni, jam

Rubriklistenbild: © Gaulke

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