Nach irrer Flucht: Gasteig-Dieb geht in Ungarn ins Netz

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Die verrückte Flucht (Symbolfoto) hatte in Ungarn ein Ende

München - Die unglaubliche Flucht eines Diebes hatte in Ungarn ihr Ende. Unterwegs war er als Geisterfahrer unterwegs, zog 30 Streifenwagen auf sich - und gönnte sich eine Pause in einer Kneipe.

Es war die wohl seit langem ungewöhnlichste Flucht eines Räubers, den die Münchner Polizei gejagt hat. Am 29. März erwischte ein Wachmann im Kulturzentrum Gasteig einen Russen (32), der gerade einen Geldbeutel aus einem Büro geklaut hatte. Der Wachmann versuchte, den Mann zu stoppen, doch der Russe versetzte ihm mit einem Springmesser einen Stich in die Hand und floh. Er türmte mit einem in Wien gemieteten Nissan Qashqai, raste auf die A 8 Richtung Salzburg, wo ihn die Polizei bei Holzkirchen ausfindig machte.

Den ihn verfolgenden Streifenwagen schüttelte der Mann ab, indem er einfach auf der A 8 wendete und einen Kilometer als Geisterfahrer zurückfuhr. Dann durchbrach er einen Zaun und bretterte über Wiesen und Feldwege davon. Im Wald entdeckte er einen Opel, den ein Waldarbeiter mit steckendem Schlüssel abgestellt hatte.

Damit setzte der Russe seine Flucht fort. Unglaublich: In Glonn bei Ebersberg gönnte er sich in einer Kneipe eine Pause, während mittlerweile 30 Streifenwagen und ein Helikopter nach ihm fahndeten! Danach fuhr der Mann mit einem Fiat Panda weiter, in dem ebenfalls der Schlüssel steckte! Dummerweise ließ er seinen Rucksack liegen. Darin steckten zwei Laptops und mehrere iPhones – alles geklaut – sowie sein Führerschein. Somit hatte die Polizei seine Personalien und konnte einen internationalen Haftbefehl ausstellen lassen. Am Samstag nahm die ungarische Polizei den Mann am Flughafen in Budapest fest – er kam gerade aus Moskau. Jetzt wird entschieden, ob der Mann ausgeliefert wird und wo er vor Gericht kommt.

we.

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