Nach der Flut: Jetzt werkeln die Bagger

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„Sechs bis acht bar Druck sind auf so einer Wasserleitung, wenn die platzt, dann rührt sich was“, erklärten die Mitarbeiter der Rohrleitungsbaufirma, die am Freitag das defekte Rohr erneuterten. Die Kreuzung wird nun neu betoniert.

München - Nach einem Wasserrohrbruch war eine Straßenkreuzung in Untersendling am Donnerstag vollständig überflutet. Jetzt musste der Straßenbelag erneuert werden.

Land unter hieß es am Donnerstag an der Kreuzung Oberländer-/Aberlestraße in Sendling. Teils stand das Wasser bis zu 30 Zentimeter hoch, aus allen Ritzen der Straße quoll das Wasser. Grund war ein Riesenriss von mehr als zwei Metern in der Wasserleitung der Stadtwerke München (SWM) unter der Kreuzung.

Bilder: Land unter in Sendling

Wasserrohrbruch: See in Sendling

Wasserstraßen gab es am Donnerstag in Sendling, weil eine Leitung im Untergrund einen zwei Meter langen Riss hatte.

„Kein Wunder, dass es gar so sprudelte: Auf so einer Leitung ist ein Druck von sechs bis acht bar — und bei so einem langen Riss, da rührt sich was“, erklärte am Freitag Peter Spindler, Pollier bei der Rohrleitungsbaufirma, die im Auftrag der SWM das defekte Rohr ersetzte. Ein Bagger entfernte den durchnässten Kies und ersetzte ihn durch trockenen, der mit einer Rüttelplatte verdichtet wurde. Am Montag lassen die Stadtwerke dort einen provisorischen Straßenbelag verlegen, erklärt SWM-Sprecher Christian Miehling: „Durch drüberfahrende Autos wird der Kies im Untergrund weiter verdichtet, so dass wir in ein paar Wochen die endgültige Fahrbahnoberfläche verlegen können.“ Der SWM-Sprecher versicherte, dass die Straße nicht unterspült wurde und keine Gefahr für den Verkehr besteht.

„Spannend“, kommentierte der fast vierjährige Samuel Leber am Freitagmittag das lärmende Geschehen. Der Bub hatte das Glück, dass sein Vater Ralph frei hatte und deshalb Zeit, mit ihm eine Stunde lang die Baustelle zu beobachten. Auch Rentner Adam Kreuzpaintner (68) empfand den Rohrbruch in seiner Straße als unterhaltsam: „Ich hab aus dem Fenster geschaut und mich gefühlt wie in Venedig.“ Dass die SWM bei rund 300 Haushalten mehrere Stunden das Wasser absperren mussten, empfand er nicht als tragisch: „Die hatten alles schnell im Griff.“

svs

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