Hotel Vier Jahreszeiten

Nach 40 Jahren: Dieb schickt Beute zurück

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Die Luftpost- und Briefumschläge, das Papier mit dem Schriftzug des Vier Jahreszeiten unter der Ära Walterspiel – die lederne Mappe kam mit vollem Inhalt aus den USA zurück.

München - Vor 40 Jahren hat ein US-Amerikaner im Hotel Vier Jahreszeiten in München eine Briefmappe mitgehen lassen. Jetzt schickt er sie zurück - anbei ein mageres Bekenntnis.

Was mag den Herrn aus Amerika wohl bewogen haben, nach 40 Jahren sein Diebesgut dem Hotel Vier Jahreszeiten zurückzuschicken – mit einem „sorry“ – „tut mir leid“ – und dem dürren handschriftlichen Bekenntnis, die Briefmappe gestohlen zu haben.

Ein Etui für Papier, Umschläge und Karten aus Leder, die der Gast aus Kentucky noch in der Ära der Familie Walterspiel – hat mitgehen lassen, wohl in Erinnerung an seinen Aufenthalt im ­Luxushotel an der Maximilianstraße.

Die magere Entschuldigung - zum Vergößern HIER KLICKEN

16,31 Dollar Porto hat der Absender für die Rückgabe bezahlt und sogar seinen Namen und die Adresse angegeben – im Nirgendwo zwischen ­Nashville und St. Louis. Doch leider verzeichnet das Internationale Telefonbuch unter der angegebenen Straße und Hausnummer im 26 370-Einwohner-Nest Paducah keinen eingetragenen Anschluss, und auch das Internet kann in diesem Fall nicht weit helfen – Google Maps zeigt ein ganz einfaches weißes Haus am Ende einer Straße, vom Schick des Hotels an der Maximilianstraße weit entfernt. Wir müssen den reuigen Dieb postalisch kontaktieren, um nach seinen Motiven zu fragen.

Hotel-Accessoires sind ein beliebtes Diebesgut, wobei sich Schreibmappen nicht gerade größter Beliebtheit erfreuen – nur 20 bis 25 Stück werden im Vierjahreszeiten jedes Jahr entwendet. Bademäntel sind da schon beliebter: 200 bis 300 Stück. Schreiben ist halt nicht mehr en vogue!

US

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