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Nach Problemen bei der Flüchtlingsbetreuung: Jetzt wird die Hilfe der Stadt gebündelt - Der Ort ist ideal dafür

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Von: Nadja Hoffmann

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Das neue Anmeldezentrum in der Messe München entstanden.
Das neue Anmeldezentrum in der Messe München entstanden. © Michael Nagy/Presseamt

Vor allen in der Anfangszeit lief es nicht rund bei der Betreuung von Flüchtlingen aus der Ukraine in München. Jetzt bündelt die Stadt alle Angebote in einem neuen Ankunftszentrum in der Messe. Es hat am Freitag eröffnet. Genauso wie ein Hotel, das nun zur Heimat für geflüchtete Familien umfunktioniert wird.

Sie haben sich eingeprägt: Die Bilder von schier endlosen Menschenschlangen vor dem Amt für Wohnen und Migration, wo Flüchtlinge die Nacht verbringen mussten, um am nächsten Tag einen Termin zu bekommen. Oder das Flüchtlings-Chaos am Hauptbahnhof, wo sogar Kinder auf dem eiskalten Boden schlafen mussten. „Solche Bilder will ich nicht noch mal sehen“, sagte OB Dieter Reiter Anfang März. „Noch dazu, wenn ich weiß, dass es Hotels in der Nähe gibt, die aufnahmefähig gewesen wären…“ Seitdem ist viel geschehen, wurden Netzwerke aufgebaut, Unterkünfte eröffnet und Strukturen organisiert. Ein komplettes Hilfspaket schnürt die Stadt nun in der Messe: Dort hat am Freitag ein neues Ankunftszentrum eröffnet.

In dem Bistro gibt es täglich drei Mahlzeiten.
In dem Bistro gibt es täglich drei Mahlzeiten. © Michael Nagy/Presseamt

Flüchtlinge, die am Münchner Hauptbahnhof ankommen, werden seit 1. April zur Messe gefahren, wo das neue Ankunftszentrum der Stadt in Betrieb gegangen ist. In den Hallen 5 und 6 ist dort ist ein Corona-Test, die Registrierung, eine psychosoziale Beratung und die Vermittlung von Privatunterkünften am Stand des Hilfsvereins Münchner Freiwillige möglich. Wer bleibt, bekommt einen Schlafplatz und täglich drei Mahlzeiten.  „Menschen, die einen Asylantrag stellen müssen oder wollen, werden von dort zur Regierung von Oberbayern in die Maria-Probst-Straße weitervermittelt“, heißt es von Seiten der Stadt. „Durch die behördenübergreifende Bündelung all dieser Anlaufstellen in unmittelbarer Nähe der Unterbringungsmöglichkeit in den Hallen, können die Geflüchteten erst einmal ankommen und sich dann in den nächsten Tagen in Ruhe vor Ort, mit den verschiedenen Anträgen und Dienstleistungen beschäftigen.“

Das ehemalige Hotel wird zur Unterkunft.
Das ehemalige Hotel wird zur Unterkunft. © Jens Hartmann

Ebenfalls am 1. April hat eine neue Unterkunft in München eröffnet, die die Regierung von Oberbayern angemietet hat. Dabei handelt es sich um das einstige „Park Inn“ an der Musenbergstraß 27. „Das ehemalige Hotel, das für eine Dauer von 15 Jahren angemietet wurde und als Unterkunftsdependance zum ANKER Oberbayern gehören wird, bietet Platz für rund 300 bis 340 Personen, vorrangig Familien“, heißt es in einer Mitteilung der Regierung. Die ersten Flüchtlinge sind bereits eingezogen.

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