Rangelei gerät vollkommen außer Kontrolle

Nach Prügelei um Handy: Zwei Polizisten dienstunfähig

München - Auf der Reichenbachbrücke ist am Dienstagabend der Streit um ein Handy komplett eskaliert. Die Bilanz: Eine gebrochene Nase, eine Frau, die sich in die Isar stürzen wollte, eine Festnahme und zwei verletzte Polizisten.

Diese Polizeimeldung fällt unter die Kategorie Eskalation: Eigentlich war es zunächst um ein Handy gegangen. Eine Gruppe mit mehreren Leuten war in Streit geraten. Aus dem Streit wurden Handgreiflichkeiten, plötzlich wollte sich eine Frau von der Brücke stürzen - und am Ende sind zwei Münchner Polizisten so schwer verletzt, dass sie dienstunfähig sind.

Doch der Reihe nach: Am späten Montagabend kam es kurz vor 23 Uhr auf der Reichenbachbrücke zum Streit. Um den Streit zu klären, wurde die Polizei gerufen. Noch bevor die Beamten vor Ort waren, gingen die Kontrahenten vom Verbalen ins Körperliche über. Ein 25-jähriger Münchner erlitt dabei einen Nasenbeinbruch.

Als die ersten Polizeibeamten vor Ort eintrafen, mussten sie zunächst die Kontrahenten trennen. Während sie damit beschäftigt waren, versuchte eine 37-Jährige, sich von der Brücke in die Isar zu stürzen. Die Polizisten zogen sie von der Brüstung - dabei wiederum griff eine 21-jährige Frau die Polizeibeamten an.

Sie mussten die Frau zu Boden bringen und an den Händen fesseln. Da sie trotzdem weiter nach den Beamten trat, schlug, spuckte und versuchte zu beißen, wurde sie schließlich auch an den Beinen gefesselt. Trotzdem wehrte sie sich auch beim Transport zum Dienstwagen so sehr, dass sie letztlich getragen werden musste, wobei sie mit den Beinen weiter ausschlug und versuchte sich herauszuwinden.

Doch der Ärger war noch nicht vorbei: Während die 21-jährige Angreiferin transportiert werden sollte, ging wieder die zuvor gerettete 37-jährige Frau die Beamten körperlich an und versuchte nun die 21-Jährige zu befreien - was ihr allerdings nicht gelang. Stattdessen musste sie wegen Kreislaufproblemen in ärztliche Behandlung.

Das galt auch für zwei Polizeibeamte: Beim Einsatz wurde eine 34-jährige Polizistin am Sprunggelenk verletzt. Ein 32-jähriger Polizeibeamter erlitt eine derart schwere Knieverletzung, dass die Kniescheibe noch vor Ort eingerenkt werden musste, um den Transport ins Krankenhaus zu ermöglichen. Der Beamte liegt noch in einer Klinik. Beide Polizeibeamte sind zur Zeit nicht dienstfähig.

Gegen die beiden Frauen werden nun u. a. Ermittlungen wegen Körperverletzung, Widerstand und versuchter Gefangenenbefreiung geführt.

mm

Rubriklistenbild: © Bodmer

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