Nach Schockfall in Sachsen: Debatte über Kapazitäten für Corona-Patienten

Triage in München? Das sagt die Ärztliche Krisenmanagerin

Porträtfoto von Dr. Viktoria Bogner-Flatz
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Dr. Viktoria Bogner-Flatz ist mit zuständig für die Verteilung der Corona-Patienten auf die Münchner Kliniken

In Sachsen hat eine Klinik nach Aussagen ihres Direktors entscheiden müssen, welcher Corona-Patient Sauerstoff bekommt und welcher nicht. Auch in München sind die Patienten deshalb beunruhigt.

  • In Sachen mussten Ärzte offenbar entscheiden, welcher Corona-Patient Sauerstoff erhält und wer nicht.
  • Diese medizinische Strategie nennt man Triage.
  • In München stellt sich die Lage anders da.

 In München sind wir von einer Triage weit entfernt. 

Krankenhaus-Koordinatorin Dr. Viktoria Bogner-Flatz

Mediziner sprechen in solchen Fällen von einer Triage. Sie wird beispielsweise auch bei Katatrophen angewandt, wenn es darum geht, die Patienten nach der Schwere ihrer Verletzung einzuteilen.

Auch während der ersten Welle keine Triage in München - trotz größerer Auslasung der Intensivstationen

Jetzt gibt es die Triage offenbar erstmals auch in der Corona-Pandemie in Deutschland. Doch in diesem Zusammenhang kommt auch eine gute Nachricht aus der Medizin-Hochburg München. Zwar wächst auch in den Kliniken der bayerischen Landeshauptstadt der Druck auf die Intensivstationen. Aber: In München wird nach Aussagen von Experten weiterhin jeder Patient ein Intensivbett und die nötige medzinische Versorgung erhalten. „In München sind wir von einer Triage weit entfernt. Wir haben diese Maßnahme auch bei größerer Auslastung der Intensivstationen im Frühjahr nicht gebraucht“, sagte Krankenhaus-Koordinatorin Dr. Viktoria Bogner-Flatz im Gespräch mit tz und Münchner Mekur. Sie ist mit ihrem Kollegen Dr. Dominik Hinzmann für die Verteilung der Corona-Patienten auf die Münchner Kliniken zuständig.

Auslastung der Münchner Intensivstationen weiter gestiegen, aber nicht in dramatischem Ausmaß

Die Lage auf den Münchner Intensivstationen sei allerdings weiterhin angespannt, erläutert Dr. Bogner-Flatz weiter. Übers Wochenende hatte sich die Lage verschärft, innerhalb von 24 Stunden waren 20 neue Patienten auf den Intensivstationen aufgenommen worden. In den vergangenen Tagen ist die Auslastung nach Informationen von tz und Münchner Merkur weiter gestiegen, allerdings nicht in dramatischem Ausmaß.

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