Nach Streik bei MVG: Jetzt ist Krankenalarm

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Kein Streik bei der MVG – doch eine hohe Krankenquote sorgt weiterhin für ausfallende Bahnen und Busse.

München - Schon seit 28. September wird bei der MVG nicht mehr gestreikt. Dennoch gilt bis auf Weiteres der MVG-Notfahrplan. Warum erklärt MVG-Sprecher Christian Miehling:

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MVG: Weiter Notfahrplan

„Ursprünglich geht der reduzierte Leistungsumfang allein auf die unangekündigten Streik-Aktionen der GDL zurück. Zwischenzeitlich verhindert auch ein extrem hoher Krankenstand unter den Fahrerinnen und Fahrern – und hier vor allem bei Mitgliedern der GDL – eine vollständige Rückkehr zum Normalbetrieb.“

Bei den GDL-Mitgliedern waren laut MVG am Freitag 32 Prozent der Busfahrer krank gemeldet, bei den restlichen 10,5 Prozent. Am Busbetriebshof West waren es sogar 43 Prozent der GDL’er, von den restlichen nur sechs Prozent.

Wieso die GDL’er so oft krank sind? GDL-Stadtverkehrsvorsitzender Ricardo Uhlmann: „Die bei der GDL organisierten Lokführer werden seit dem Streik vorwiegend in Schichten mit ungünstigen Zeiten eingesetzt. Das bedeutet, dass die Schicht um 8.41 Uhr beginnt und erst um 21.41 Uhr endet. Da sind dann fünf Stunden Pause dazwischen. Für jemand, der im S-Bahnbereich wohnt, bedeutet das, dass er in dieser Zeit in der Stadt herumlungern muss, das macht auf die Dauer krank.“

Trotz der hohen Krankheitsrate ist MVG-Sprecher Miehling überzeugt, dass sich die Lage bald entspannt: „Der Krankenstand hat sich in den letzten Tagen tendenziell gebessert. Entsprechend mehr Leistungen konnten gefahren werden.“ Seit Ende letzter Woche würden bis zu 85 Prozent des Normalfahrplans gefahren. „Wir nähern uns also dem Normalfahrplan zunehmend an und hoffen, dass im Laufe der Woche vollständige Normalität möglich wird.“

J. Welte

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