Im Rathaus hing der Haussegen schief

Nach Streit: Reiter und Schmid versöhnen sich

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OB Dieter Reiter (l.) und Josef Schmid vertragen sich wieder.

München - Wochenlang hing im Rathaus der Haussegen schief. Doch jetzt haben sich OB Dieter Reiter und Bürgermeister Josef Schmid ausgesprochen.

Wochenlang hing im Rathaus der Haussegen schief. Bürgermeister Josef Schmid (CSU) sprach im August einen „Hilfeschrei“ aus, da die Stadt viele Flüchtlinge unterbringen müsse. OB Dieter Reiter (SPD) warf ihm darauf Zündelei und Kompetenzüberschreitung vor. Schmid konterte beim Aubinger Herbstfest: „Ich lasse mir den Mund von niemandem verbieten!“ Der Vorwurf der Zündelei sei eine Unverschämtheit. Noch am Montag unterstrich Schmid in einer Rede, dass er zur CSU-Linie in der Asylpolitk stehe und stichelte gegen Reiter und die Münchner SPD.

Am Dienstagabend trafen sich Reiter und Schmid zusammen mit den Münchner CSU- und SPD-Bossen Ludwig Spaenle und Claudia Tausend sowie den Fraktionschefs Hans Podiuk und Alexander Reissl zur Aussprache. Das Ergebnis laut Schmid: „Wir haben uns ausgesprochen, der Streit ist beigelegt. Wir widmen uns gemeinschaftlich den Herausforderungen der Zukunft.“ Reiter erklärt: „Wir haben über unsere unterschiedlichen Positionen gesprochen. Das Thema ist Vergangenheit.“ Schmid, so heißt es, dürfe sich als Bürgermeister nicht mehr zu Themen außerhalb seiner Kompetenz äußern, als Münchner CSU-Vize schon. Schmid: „Ich werde mich selbstverständlich weiterhin zum Thema Flüchtlingen äußern.“

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