Münchner Toursit in Venedig getötet

Tödlicher Gondelunfall: Staatsanwalt will Prozess

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Polizisten nach dem tödlichen Gondelunfall in Venedig am Tatort.

Venedig - Nach dem Tod eines Münchner Touristen bei einem Gondelunfall in Venedig will die Staatsanwaltschaft fünf mutmaßliche Verantwortliche vor Gericht stellen.

Nach Abschluss der Ermittlungen zu dem Unfall im vergangenen August soll drei Fahrern beteiligter Wasserbusse, einrm Gondoliere und einem Bootsfahrer der Prozess gemacht werden, berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa am Donnerstag unter Berufung auf lokale Medien. Gegen den Fahrer der Unglücksgondel sollen die Ermittlungen hingegen eingestellt werden.

Der 50-jährige Juraprofessor aus München war bei dem Unfall nahe der Rialto-Brücke ins Wasser gestürzt, als seine Gondel mit einem Wasserbus zusammenstieß. Er wurde vor den Augen seiner Familie von dem Vaporetto gegen das Pier gequetscht. Nach Gutachten mehrerer Sachverständiger sieht der Staatsanwalt die Hauptschuld bei fünf Männern. Der Gondoliere soll plötzlich in den Canal Grande eingefahren sein und den Wasserbus so zu dem Manöver gezwungen haben, das den Zusammenstoß verursachte.

Als unschuldig betrachtet die Staatsanwaltschaft hingegen den Gondoliere der deutschen Familie. Er soll sich demnach richtig verhalten haben und will in einem möglichen Prozess sogar als Nebenkläger auftreten. Auch er war bei dem Unglück ins Wasser gestürzt, aber unverletzt geblieben.

dpa

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