Dortmund besiegt "Fluch von Berlin" - Triumph für Tuchel

Dortmund besiegt "Fluch von Berlin" - Triumph für Tuchel

Nach Schmidbauers tz-Interview

Tamaras Anwalt kritisiert Polizeipräsidenten 

+
Polizeipräsident Wilhelm Schmidbauer.

München - Im tz-Interview hat Münchens Polizeipräsident Wilhelm Schmidbauer seinen Prügel-Polizisten verteidigt. Dafür erntet er Kritik vom Anwalt des Opfers Tamara.

Das tz-Interview mit Münchens Polizeipräsident Wilhelm Schmidbauer, in dem er seinen Prügel-Polizisten verteidigt, hat den Anwalt des Opfers auf den Plan gerufen. „Ich habe mit Verwunderung zur Kenntnis genommen, dass der Herr Polizeipräsident davon spricht, dass meine Mandantin zum Zeitpunkt des Vorfalls in der Polizeiinspektion 21 im Drogenrausch gewesen sei“, sagt der Jurist Franz J. Erlmeier. „Eine Blutprobe bei meiner Mandantin ist am fraglichen Tag zweimal vom Ermittlungsrichter abgelehnt worden.“

So sah Tamara nach dem aufenthalt bei der Polizei aus.

Für den Anwalt ist die am Freitag abgegebene Haarprobe von Tamara (23, Name geändert) jedoch nicht geeignet, einen „Drogenrausch“ an jenem Sonntagnachmittag vor vier Wochen nachzuweisen. Wie berichtet, war die Wohnung des Prügel-Opfers am Freitag kurz nach 6 Uhr von sechs Polizisten und einem Staatsanwalt durchsucht worden. Danach wurde Tamara ins Institut für Rechtsmedizin gebracht, um die Haarprobe abzugeben. Für beide Maßnahmen gab es Beschlüsse des Amtsgerichts.

Handy mit Fotos beschlagnahmt - Anwalt verwundert

Verwundert zeigt sich Tamaras Anwalt auch darüber, weshalb das Handy seiner Mandantin beschlagnahmt wurde. „Die darauf befindlichen Fotos ihrer Verletzungen liegen den internen Ermittlern längst vor“.

Tamara hatte am 20. Januar einen Polizisten angespuckt, der sie mit weiteren Beamten auf einer Pritsche fixiert hatte. Daraufhin hatte der Beamte die gefesselte Frau mit mindestens einem Faustschlag die Nase und die Augenhöhle gebrochen. Der Polizist beruft sich auf Notwehr. Er hatte einen Kopfstoß der Frau abgewehrt. Die anderen anwesenden Kollegen bestätigen die Notwehrsituation.

JAM

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion