Er wehrte sich gegen die Blutentnahme

Nach Unfall: Betrunkener Fahrer verletzt Polizisten

München - Erst krachte es auf dem Georg-Brauchle-Ring, dann bei der Blutentnahme. Ein betrunkener Unfallbeteiligter wehrte sich vehement gegen die Polizei.

Am Mittwochmorgen gegen 4.10 Uhr fuhr ein 22-jähriger Münchner mit seinem Nissan von einer Tankstelle auf den Georg-Brauchle-Ring. Mit ihm im Fahrzeug befand sich noch ein 23-jähriger Beifahrer aus München.

Als er auf den Georg-Brauchle-Ring eingebogen war, übersah er einen von links kommenden Transporter. Dessen 36-jähriger Fahrer aus Unterhaching versuchte noch auszuweichen, was ihm jedoch nicht gelang.

Er stieß frontal gegen das Heck des Nissan. Durch den Zusammenprall schleuderte der Nissan gegen einen Fahrbahnteiler und kam etwa 50 Meter später zum Stehen.

Bei dem Unfall wurden die beiden Insassen des Nissan jeweils leicht verletzt. Sie erlitten Prellungen und Schleudertraumata und wurden vom Rettungsdienst zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

Der Transporter kippte bei dem Unfall auf die Seite und schlitterte auf der Beifahrerseite noch 150 Meter über die Fahrbahn. Der Fahrer wurde nicht verletzt.

Fahrer wehrt sich gegen Blutentnahme

Bei der Unfallaufnahme stellten die Polizeibeamten einen deutlichen Alkoholgeruch beim 36-jährigen Unterhachinger fest. Sie ordneten eine Blutentnahme an und beschlagnahmten den Führerschein. Bei der Blutentnahme im Institut für Rechtsmedizin wehrte sich der Renault-Fahrer gegen diese Maßnahme.

Die anwesenden Beamten mussten unmittelbaren Zwang anwenden. Dabei wurde einer der Polizisten durch einen Kopfstoß des Unterhachingers leicht verletzt. Dazu beleidigte der Mann die anwesenden Beamten.

Neben den Verkehrsdelikten wurde er wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung, Körperverletzung, Sachbeschädigung an Kraftfahrzeugen, Bedrohung und Gefährdung des Straßenverkehrs angezeigt.

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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