"Es fühlt sich wie ein Albtraum an"

Nach Verlust des Freundes: Bergsteiger wie gelähmt

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Die Bergsteiger Benedikt Böhm (l) und Sebastian Haag (r) stehen am 15.09.2014 am Eisbruch des "Shishapangma" (China) auf ca. 6.300 Metern Höhe.

München - Der Bergsteiger Benedikt Böhm fühlt sich noch heute wie gelähmt, nachdem er im September seinen Freund Basti Haag bei einem Lawinenunglück in Tibet verloren hat.

„Es fühlt sich wie ein Albtraum an, aus dem ich noch nicht aufgewacht bin“, sagte der Speedbergsteiger dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Böhm hatte dabei zusehen müssen, wie sein Freund und ein italienischer Kollege auf dem Berg Shisha Pangma von einer Lawine weggerissen wurden. „Der komplette Hang rutschte einfach weg“, sagte Böhm. Er habe mit einem anderen Freund vier Stunden lang versucht, zu den Opfern zu gelangen, sie hätten wegen der Lawinengefahr aber keine Chance gehabt. „Diese Ohnmacht, meinen Freunden nicht helfen zu können, lähmt mich bis heute“, sagte Böhm weiter. Ob er mit dem Speedbergsteigen aufhören werde, wisse er noch nicht.

dpa

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