Nachbarn hörten ihre Hilferufe

20-Jähriger misshandelte seine eigene Mutter

München - Ein 20-Jähriger leidet an einer paranoiden Schizophrenie, die durch Drogen hervorgerufen worden sein soll. Mutmaßlich im Wahn attackierte der Schüler am 15.4.2014 seine Mutter in Wolf­ratshausen – denn er glaubte, sie wolle ihn umbringen!

Nun muss das Landgericht entscheiden, ob er dauerhaft in die Psychiatrie untergebracht werden muss.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass von dem 20-Jährigen wegen seiner Krankheit erhebliche rechtswidrige Taten zu erwarten sind und er für die Allgemeinheit gefährlich ist. Er soll deshalb in der Psychiatrie bleiben. Der Attacke auf die Mutter sei ein starker Stimmungswechsel vorausgegangen. Den ganzen Tag sei er euphorisch gewesen. Doch als seine Mutter ihm gegen 19.15 Uhr ein gebügeltes Hemd in sein Zimmer brachte, soll der junge Mann ausgerastet sein. Er packte laut Anklage den Kopf seiner Mutter und donnerte ihn mehrmals gegen die Wand. Dann zog er sie wohl an den Haaren über die Treppe nach unten, wo er ihr mit dem Knie in den Bauch und mit der Faust ins Gesicht schlug. Anschließend soll er ihr mit dem Tode gedroht und dabei auch ein Messer in der Hand gehalten haben. Zudem schlug er sie laut Anklage mit einem Stock, fesselte sie mit einem Computerkabel an Händen und Beinen und sperrte sie in der Toilette ein.

Nachbarn hörten wenig später ihre Hilferufe und befreiten die Frau. Sie erlitt einen Nasenbeinbruch und Prellungen. Der Prozess dauert an.

Nina Gut

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