Nachtclub-Tänzerin rastet aus: Drei Polizisten verletzt

München - Sie kratzte mit Fingernägeln und schlug um sich: Eine völlig betrunkene Tänzerin in einem Münchner Lokal wehrte sich mit Händen und Füßen gegen die Polizei. Die Beamten mussten Verstärkung anfordern.

Die Beamten der Polizeiinspektion 11 (Altstadt) wurden zu einem Lokal im Glockenbach-Viertel beordert, da es dort gegen 05.50 Uhr morgens zwischen Tänzerinnen des Lokals und Gästen zum Streit gekommen war. Eine 34-jährige bosnische Tänzerin wurde beschuldigt, das Handy eines Gastes beschädigt zu haben.

Die offensichtliche Täterin wollte den Beamten ihre Personalien nicht nennen und verhielt sich von Beginn an äußerst aggressiv, so dass der erforderliche Transport zur Polizeiinspektion nur unter Inanspruchnahme von unmittelbarem Zwang gegen erheblichen Widerstand durchgeführt werden konnte.

Gäste wollten die Frau befreien

Die 34-Jährige trat gegen die eingesetzten Polizeibeamten und schlug im Dienst-Pkw um sich. Nachdem sich zusehends mehrere vor Ort anwesende Personen mit der 34-jährigen Frau solidarisierten, wurden weitere Polizeikräfte angefordert. Zusammen gelang es schließlich den Versuch einer Befreiung der festgenommenen Frau zu unterbinden.

In diesem Zusammenhang wird gegen eine 22-jährige Münchnerin sowie gegen einen 37-jährigen Münchner wegen versuchter Gefangenenbefreiung ermittelt. Die 34-jährige Tänzerin wurde wegen ihre starken Alkoholisierung noch bis in die Abendstunden bei der Polizeiinspektion in Gewahrsam genommen. Während der gesamten Zeit mussten sich die Polizeibeamten von ihr heftig und übelst beleidigen lassen. Insgesamt wurden drei der eingesetzten Polizisten verletzt. Sie erlitten Kratzer, Schürfwunden sowie Hämatome. Zudem wurde ihre Dienstkleidung beschädigt. Ein Beamter wurde noch durch einen Hundebiss verletzt.

Der 63-jährige Hundehalter, der sich ebenfalls ins Geschehen eingemischt hatte, muss sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Alle handelnden Personen waren durchwegs erkennbar stark alkoholisiert. Nach Durchführung der erforderlichen polizeilichen Maßnahmen wurden sie wieder entlassen. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen in diesem Fall dauern noch an.

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