Nächster Halt: Südbahnhof

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An der Poccistraße könnte der alte Südbahnhof bald seine Wiederauferstehung feiern.

München - Pendler aus dem Südosten des Freistaats und Münchner, die gerne mal schnell nach Österreich fahren, können sich freuen: Die Bahnverbindung nach Holzkirchen, Rosenheim und weiter bis Salzburg oder Kufstein wird deutlich verbessert.

 Zwar geschieht das erst mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2013, dafür sind die Pläne schon sehr konkret. Und: In diesem Zuge könnte für die Münchner sogar eine neue, alte Station herausspringen.

Nächster Halt … Südbahnhof!

 Erstmals bezeichnet die verantwortliche Bayerische Eisenbahngesellschaft den Stopp für Regionalzüge in der Poccistraße als „interessant“. So steht es in einem Schreiben an das Planungsreferat, das dem Stadtrat am Mittwoch vorgelegt wurde. Eine „Riesenchance“ witterte CSU-Stadtrat Georg Kronawitter. „Wir bekommen praktisch einen Zehn-Minuten-Takt auf dem Südring.“

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Die Bahngesellschaft hatte die Strecke nach Rosenheim Ende vergangenen Jahres an das Unternehmen Veolia mit ihrer Tochter Bayerische Oberlandbahn (BOB) vergeben: Ab 2013 sollen stündliche Expresszüge nach Salzburg gehen, dazu stündliche Regionalzüge nach Kufstein, mehr Fahrten auf der Mangfalltalbahn über Holzkirchen und einen dichteren Takt in den Stoßzeiten. Die BOB will Züge vom Typ Flirt einsetzen. Die sind mit ihren fast 1000 Sitzplätzen auf einer Länge von bis zu 320 Metern um ein Drittel größer als die bisherigen Züge der Bahn.

Mehr Raum für Pendler und eine bessere Verknüpfung: An der Poccistraße könnten sie leicht auf U3 und U6 umsteigen, der wichtigsten U-Bahn-Strecke der Stadt. Und da künftig im Berufsverkehr sechs Züge pro Stunde vom Ostbahnhof über den Südring zum Hauptbahnhof fahren, würde auch eine Mini-Stadtbahn entstehen!

Die Wiedergeburt einer alten Idee: Der Südbahnhof war 1871 eröffnet worden, seit 1985 halten keine Personenzüge mehr, das Bahnhofsgebäude wurde 2005 abgerissen. Nicht ohne Grund habe der Freistaat den Bau bisher abgelehnt, sagte Grünen-Stadtrat Paul Bickelbacher: Wenn Pendler auf den Südring ausweichen, würde das die Position der zweiten Röhre schwächen. Nichtsdestotrotz forderte der Stadtrat einstimmig den Bau beim Freistaat ein.

David Costanzo

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