Nahverkehr 2011: Was alles besser werden soll

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Die MVG steuert wieder auf eine Erweiterung ihres Tramnetzes zu. Nach der Linie 23 (Bild) kommt die Verbindung nach St. Emmeram.

München - Im Münchner Nahverkehr sind für das Jahr 2011 einige Verbesserungen geplant: Die Erweiterung des Tramnetzes ist nur eine der geplanten Neuerungen: Was besser werden soll:

Das Jahr 2011 bringt für die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) mehrere Jubiläen: 150 Jahre Nahverkehr, 135 Jahre Tram und 40 Jahre U-Bahn in München. Umso mehr ist die Stadtwerke-Tochter bestrebt, ihren Einsatzbereich auch heuer nach der bewährten Devise „moderner, schneller, weiter“ auszubauen. Allein 2011 wird ein dreistelliger Millionenbetrag für die Erweiterung des Tramnetzes, die Modernisierung des Fahrzeugparks, die Verschönerung von Bahnhöfen und die Beschleunigung von Buslinien investiert. Den Effekt dieser Maßnahmen können Kunden sehen. Eher im Verborgenen laufen Erneuerungen technischer Einrichtungen und Ersatz alter Gleisanlagen, die aber auch notwendig sind.

Folgende Schwerpunkte nennt MVG-Chef Herbert König für 2011:

Fahrzeugpark (Gesamtinvestition 31 Millionen): Zehn neue Tramzüge werden ausgeliefert, zehn Gelenkbusse und ein zusätzlicher Hybridgelenkbus angeschafft. Die 21 bestellten U-Bahnzüge wurden schon 2010 anbezahlt, dafür muss heuer nichts ausgegeben werden. Dafür muss Geld in die Aufrüstung alter Trams sowie in Brandschutzverbesserungen bei der U-Bahn sowie in weitere Videokameras für U- und Trambahnen.

Tram-Gleisanlagen: Fertig wird heuer die Tramverbindung Effnerplatz – St. Emmeram, weitergeplant wird an der Westtangente, der Nordtangente und der Verlängerung in Pasing sowie der Wendeschleife Lothstraße. Alles in allem verschlingt das fast 24 Millionen. Dazu kommen Ausbesserungsarbeiten im Tramnetz und im Beriebshof 2.

Münchens schönste U-Bahnhöfe

Münchens schönste U-Bahnhöfe

U-Bahn: Das größte Projekt des 14 Millionen Euro schweren Investitionspakets ist der Hauptbahnhof. Rund 13 Millionen fließen in Gleise, Weichen, Stromversorgung und Zugsicherung (z. B. ein neues Stellwerk am Scheidplatz). 36 Fahrtreppen werden erneuert, elf Aufzüge modernisiert. Fünf Millionen werden in den Austausch der Ticketautomaten gesteckt.

Busbeschleunigung: Die StadtBuslinie 100 ist dran (3 Mio).

tz

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