Aber, Vorsicht: Er stinkt!

Nasenbär Nelfried ist der neue Star im Reptilienheim

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Pfleger Hans von der Reptilienauffangstation mit Nasenbär Nelfried.

München - Sein Riesen-Riechorgan am Boden, den Schwanz in die Höhe gestreckt, rüsselt Nasenbär Nelfried durch sein Gehege in der Reptilienauffangstation. Fressen nimmt der Nasenmann sehr ernst. Eier, Gemüse und Küken stehen auf dem Allesfresser-Speiseplan.

Vor einem Monat ist der Nasenbär vom Tierheim in die Reptilienauffangstation gekommen. Im Tierheim hieß er Bootsmann, Pfleger Hans (29) hat ihn jetzt in Nelfried umbenannt. Bis auf die Tatsache, dass er nun einen weiteren merkwürdigen Namen trägt, geht’s Nelfried blendend. „Sein Tierpfleger ist total vernarrt in ihn. Er ist ein ganz ein Lieber, mit dem man auch kuscheln kann“, sagt Patrick Boncourt von der Auffangstation.

Der Geruch von Nasenbären ist bisweilen streng, Nelfried wird aber locker von Albino-Stinktier Axe überstunken. Als die Tierärztin den Stinker kastrieren wollte, wehrte der sich per Duftsekret. „Da hilft auch mehrmals Duschen nichts. Wir sind der Kollegin tagelang aus dem Weg gegangen, so streng hat sie gerochen“, sagt Boncourt.

Nelfried hingegen beißt nur manchmal mit seinen spitzen Zähnen im Übermut – Berufsrisiko bei einem Tierpfleger. Was der Nasenbär gar nicht leiden kann, sind Besen. „Wenn das Gehege gefegt wird, greift er den Besenkopf an“, sagt Boncourt. Ein Glück, dass Pfleger Hans keinen Bürstenhaarschnitt hat.

Jasmin Menrad

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