Mord an Bardame

Natallias mutmaßlicher Mörder vor Haftrichter

München - Der Mord in einem Nachtclub beherrscht seit Tagen die Schlagzeilen in der Landeshauptstadt. Nun hat die Polizei den Verdächtigen in Sachsen gefasst. Er soll am Samstag dem Haftrichter vorgeführt werden.

Der mutmaßliche Mörder der Barfrau Natallia soll am Samstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Der am Vortag festgenommene Mann sei mittlerweile identifiziert worden. „Es handelt sich tatsächlich um den Tatverdächtigen“, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch. Der 44 Jahre alte Mann soll in der Nacht zum Dienstag eine 35-jährige Mitarbeiterin eines Nachtclubs in der Nähe des Hauptbahnhofs erstochen haben. Danach flüchtete er und wurde drei Tage später in der Nähe von Dresden gefasst. Die Ermittler wollen sich am Sonntag bei einer Pressekonferenz in München zu dem Fall äußern.

Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks hatten Zielfahnder des Münchner Polizeipräsidiums herausgefunden, dass der 44-Jährige Kontakt zu zwei Bekannten in Ostdeutschland aufgenommen hatte. Die beiden Männer seien dann observiert worden. Wie ein Sprecher der Polizei in Dresden sagte, entdeckte die Autobahnpolizei das Fahrzeug der Männer am Freitagnachmittag im fließenden Verkehr und folgte ihm. Die Beamten kontrollierten den Wagen, in dem auch der 44-Jährige saß, und nahmen den Verdächtigen fest. Am Samstagvormittag hätten ihn Münchner Polizisten abgeholt und zurück in die bayerische Landeshauptstadt gebracht.

Der Verdächtige hatte im Jahr 2005 im Alkoholrausch einen Bekannten in einer Münchner Wohnung niedergestochen. Wegen versuchten Mordes wurde er 2006 zu neun Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt. Der 44-Jährige sei bereits häufiger im Gefängnis gewesen, sagte Steinkraus-Koch - unter anderem auch wegen Körperverletzungen. Erst einen Tag vor der Bluttat in München war er auf Bewährung entlassen worden. Zuletzt verbüßte er die Strafe in einer Entziehungsklinik.

Die sterbende Barfrau war am Dienstag in den Morgenstunden von einem Kollegen in dem Nachtclub gefunden worden. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht, wo sie wenig später starb.

dpa

Rubriklistenbild: © Lippl/Polizei

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