So teuer werden Müll, Wasser, Strom und Gas

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Preistreiber Nebenkosten: Für viele sind die Rechnungen für Wasser, Strom und Heizung fast zu einer zweiten Miete geworden.

München - Dass die Nebenkosten ein Preistreiber bei den Mieten sind, ist nichts Neues. Wie sehr diese aber in den vergangenen Jahren wirklich gestiegen sind, geht jetzt aus einer Sitzungsvorlage des Stadtrates hervor.

In manchen Bereichen haben sich die Kosten demnach in knapp 20 Jahren oft verdoppelt, einmal sogar vervierfacht!

Seit Stadtrat Marian Offmann (CSU) 2005 einen Antrag gestellt hat, erfasst die Stadt jährlich alle Nebenkosten. Die Kaminkehrergebühren sind hierbei ausgenommen, da sie seit 2010 bundesweit einheitlich geregelt sind und sich die Kosten seither immer nach dem Einzelfall richten. Am offensichtlichsten ist die Gebührensteigerung bei der Fernwärme (siehe Tabelle): Sie sanken nur 2009, stiegen aber von 19,47 Euro im Jahr 1992 auf 78,81 Euro im vergangenen Jahr. Das ist fast das Vierfache!

Ähnliches beim Wasser: Seit 1992 sind die Gebühren von 81,73 Euro pro Jahr (für 96 Kubikmeter) stetig auf 166,02 Euro gestiegen. Dennoch verweist die Stadt darauf, dass München die günstigsten Gebühren unter den zehn größten deutschen Städten hat – Berlin führt dabei mit 236,33 Euro.

Positiv: Die Abwassergebühren wurden seit 1997 nicht mehr erhöht, auch hier steht München im Städtevergleich gut da. Die Müllgebühren sind zwar langfristig gestiegen, aber seit 2007 gesunken. 2011 gab es sogar eine Senkung um bis zu 13,1 Prozent. Auch das Erdgas ist in den vergangenen Jahren günstiger geworden. Das Gas der Stadtwerke ist im Vergleich mit anderen deutschen und bayerischen Großstädten am günstigsten. Aber das ist bei unseren Rekord-Lebenshaltungskosten sowieso nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Hier gibt's eine von der tz zusammengestellte Übersicht über die Nebenkosten von 1992 bis heute

Nina Bautz

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