Neonazi bleibt doch in Freiheit

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Philipp Hasselbach bleibt frei

München - Seine Vorstrafen-Liste ist lang: Neonazi Philipp Hasselbach (22), der als Sprecher des rechtsextremen Münchner Stadtrats Karl Richter auftritt, steht unter offener Bewährung.

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Hasselbach muss ins Gefängnis

Zwei Jahre Knast drohen ihm. Eine neue Straftat hätte das Fass beinahe zum Überlaufen gebracht. Doch die Jugendkammer des Landgerichts gönnte ihm die Freiheit.

Hasselbach, der unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und Volksverhetzung vorbestraft ist, war bei der Beerdigung von Altnazi Friedhelm Busse in Passau ausgerastet. Dabei legten seine Gesinungsfreunde eine Hakenkreuzfahne auf den Sarg. Als ein Journalist fotografierte, ging die Meute auf diesen los. Hasselbach zertrampelte das Kamera-Objektiv! Das Amtsgericht verurteilte Hasselbach im April wegen Sachbeschädigung zu drei Monaten Knast. Er ging in Berufung.

Am Donnerstag vor dem Landgericht hat Hasselbach ordentlich Kreide gefressen: Er ersetzte den Schaden des Fotografen und betonte, er habe sich von der „Krawall-Politik“ verabschiedet. Fazit: Sechs Monate mit Bewährung! Er nahm das Urteil sofort an.

ebu.

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