Empört waren die „Lebensschützer“ aber nur über die Linken

Neonazis marschieren mit Abtreibungsgegnern

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Starke Polizeikräfte schützten die Demo der Abtreibungsgegner und Neonazis

Eine gespenstische Allianz: Christlich-fundamentalistische Abtreibungsgegner und Neonazis marschierten am Samstag gemeinsam durch München.

Begleitet wurde die Demo von linken Gegendemonstranten, die skandierten: „Deutsche Christen marschieren mit Faschisten!“ Starke Polizeikräfte hielten die Gruppen auseinander.

Unter dem Motto „1000 Kreuze für das Leben“ hatten die Organisatoren zum Gebetszug aufgerufen, wie jedes Jahr. Dieses Mal bekam die Gruppe von etwa 300 bis 400 Abtreibungsgegnern Unterstützung: 30 bis 40 Nazis, darunter der mehrfach vorbestrafte Norman Bordin, schlossen sich an.

Für „Lebensschützerin“ Ilse Meister aus Weilheim kam die Hilfe recht: „Den Inhalt ihrer Flugblätter kann man als christlich bezeichnen. Die Gruppe hat sich völlig ruhig verhalten“, sagte sie der tz. Sie störte nur, dass die Herrschaften mit den kahlen Schädeln und schwarzen Klamotten sich nicht auf die Straße knieten, um zu beten.

Dass die Nazis nicht mit der Bibel, sondern völkisch argumentierten, fiel den Veranstaltern nicht auf. So heißt es im Aufruf der Rechten, „die Gebärfreudigkeit ausländischer Familien“ nehme zu. Dieser „nichtdeutsche Nachwuchs“ führe Deutschland in „eine katastrophale Zukunft“. Empört ist Ilse Meister nur über die linken Gegendemonstranten: „Das sind keine ernst zu nehmenden Menschen.“

ebu.

Quelle: tz

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