Für 3150 Mitarbeiter 

Neubau in Freimann: BMW lässt Mega-Komplex bauen

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Hier wird der Grundstein fürs neue BMW Zentrum III gelegt: in der Lilienthalallee 26.

Die BMW-Offensive im Münchner Norden nimmt an Fahrt auf. Am Donnerstag hat der Konzern den Grundstein für ein neues Bürozentrum gelegt, in dem ab 2019 mehr als 3100 Mitarbeiter arbeiten sollen.

München - Vor 18 Jahren stand Freimann bei BMW nicht allzu hoch im Kurs. „Damals hat BMW noch desinteressiert abgewunken, als es um ein Engagement im Viertel ging“, erinnert sich Petra Piloty vom Freimanner Bezirksausschuss. Inzwischen hat sich einiges geändert. BMW wächst und die Flächen in der Stadt werden immer rarer. Und so baut der Weltkonzern jetzt sein „Zentrum III“ an der Lilienthalallee.

Der Name zeigt, wie wichtig das Projekt dem Konzern ist. Das Zentrum I ist das BMW-Hochhaus mit dem Stammwerk, als Zentrum II gilt das Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ). Ein architektonisches Juwel, wie an den anderen Standorten, plant BMW in Freimann zwar nicht. Der Konzern setzt eher auf die inneren Werte - an der Lilienthalallee soll eine völlig neue Arbeitskultur entstehen.

„Das ist mehr als nur ein Umzug“

Auf 74000 Quadratmetern werden künftig mehrere Geschäftsbereiche gebündelt. Die drei größten sind der Vertrieb BMW Deutschland, die BMW Bank und das Alphabet Fuhrparkmanagement. In dem Gebäude soll das Arbeiten völlig anders organisiert werden als bisher. Für jede Tätigkeit soll es speziell optimierte Räume geben, die Mitarbeiter sollen kurzfristig zu Projektteams zusammengestellt werden können. „Die Mitarbeiter müssen sich bewegen. Und wer sich bewegt, begegnet sich“, erklärt BMW-Immobilienchef Herbert Grebenc.

Darauf freuen sich besonders die Vertreter der beiden größten Sparten in dem neuen Haus. „Das ist mehr als nur ein Umzug, das ist ein neuer Start in ein modernes Arbeitsumfeld“, sagt BMW-Bank-Chef Hans-Jürgen Cohrs. Auch Vertriebschef Peter van Binsbergen kann den Einzug kaum erwarten. „In Zukunft sind wir endlich unter einem Dach. Ich hoffe auf kurze Wege und schnellere Entscheidungen“, sagt Cohrs. Bisher sind die Vertriebsmitarbeiter in unterschiedlichen Gebäuden in der Heidemannstraße, weiter nördlich in Freimann, untergebracht.

Vertreter von BMW und Stadt legten am Donnerstag in Freimann den Grundstein für das Mammutprojekt

Es mangelt noch an der Anbindung - „Hier muss die Stadt noch liefern“

Ende 2018 soll das Gebäude fertig sein, bis spätestens Mitte 2019 sollen alle 3150 Mitarbeiter eingezogen sein. Damit das gelingt, müssen die Bauarbeiter ein ordentliches Tempo vorlegen. Und so waren sie bei BMW mit ihrer Grundsteinlegung etwas spät dran. „Der Baufortschritt war so schnell, dass wir den Grundstein nicht mehr ins Fundament einlassen können“, scherzt Grebenc. Die Gebäude sind seit dem Baubeginn im August bereits weit aus dem Boden geschossen.

Außen nicht innovativ, innen umso mehr: So soll das neue BMW-Zentrum in Freimann aussehen.

Jetzt muss nur noch die Stadt mit diesem Tempo Schritt halten. Der Norden braucht dringend eine bessere Anbindung. „Hier muss die Stadt noch liefern“, sagt Kurt Kapp, stellvertretender Leiter des Referats für Arbeit und Wirtschaft. Der Stadtrat soll noch im November ein ganzes Maßnahmenpaket beschließen, das die infrastrukturellen Voraussetzungen an der Lilienthalallee verbessern soll.

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