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MVV-Automaten: Jetzt nehmen sie auch EC-Karten

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Schluss mit Münzen-Kramerei: Ab Mitte 2010 kann man mit EC-Karte bezahlen.

München - Ab Mitte nächsten Jahres wird es deutlich einfacher, eine Fahrkarte für U-Bahn, Bus und Tram zu kaufen. Die Münchner Verkehrsgesellschaft stellt neue Automaten auf.

Bald ist Schluss mit lästigem Kramen nach Kleingeld oder Geldscheinen, die einem der Automat immer wieder zurückspuckt. 292 neue Geräte sollen bis Ende 2012 alte Automaten an Haltestellen und in U-Bahnhöfen ersetzen. Sie sollen vor allem eines sein: benutzerfreundlicher. Wer vergessen hat, seine Geldkarte aufzuladen und auch kein Bargeld zur Hand hat, kann künftig seine Fahrkarte mit der EC-Karte bezahlen. Deutschlandweit einmalig dürfte sein, dass die Geräte nicht nur Münzen als Wechselgeld ausgeben, sondern auch Banknoten.

U-Bahnhöfe in München

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Und der Automat hat noch mehr zu bieten: Ein integrierter Scanner eröffnet ganz neue Möglichkeiten. Er soll den Nachkauf schon vorhandener Tickets erleichtern und sogar die ausgedruckten Ticket-Empfehlung der Elektronischen Fahrplanauskunft, die am Computer erstellt wurde, erkennen und die entsprechenden Fahrscheine in den Warenkorb legen.

Alle Vorgänge laufen künftig über einen Touchscreen, also durch Berühren des Bildschirms. Ausländische Gäste bekommen Informationen auf Englisch, Italienisch, Französisch, Spanisch oder Türkisch.

Auch Schwarzfahrer haben es künftig leichter. Sie können die Strafe über 40 Euro gleich am Automaten einzahlen.

Für Menschen mit Sehbehinderungen sind die einzelnen Bedienelemente besonders hervorgehoben. Die Anzeigen auf dem Display können per Knopfdruck reduziert und dadurch stark vergrößert dargestellt werden. „Der Ticketkauf soll so einfach, komfortabel und schnell wie möglich sein – und das für alle Fahrgäste“, sagt MVG-Chef Herbert König. Die Ausstattung der neuen Geräte wurde daher mit dem Behindertenbeirat der Stadt abgestimmt.

Mit Einführung der neuen Geräte nehmen künftig alle stationären Automaten Banknoten an. In den Bussen und Trambahnen wird dagegen erst einmal alles beim Alten bleiben. Für diese so genannten mobilen Automaten sollte man auch künftig noch Kleingeld bereit halten.

Insgesamt gibt es derzeit 624 Automaten an Bahnhöfen und Haltestellen, 620 Automaten in Bussen und Trambahnen sowie 84 Zeitkartenautomaten.

Doris Richter

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