Zwischen Arnulfpark und Westend

Neue Brücke über die Gleise Richtung Westend

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Der Entwurf des Planungsteams SSF Ingenieure.

München - Jahrelang herrschte Stillstand, nun bekommt Bewegung in die Sache: Die Stadt plant einen Fußgänger- und Radlsteg, der Arnulfpark und Westend verbinden soll.

Schon vor Baubeginn im Arnulfpark zwischen Hackerbrücke und Donnersbergerbrücke versprach der Bauträger zwei Stege für Fußgänger und Radler über die Gleise Richtung Westend – jahrelang geschah nichts. Dann war nur noch von einer Brücke die Rede – wieder blieb es lange still. Jetzt tut sich endlich etwas!

Es gibt einen Entwurf und jetzt soll es eine Planung geben: Die Fuß- und Radlbrücke soll die Erika-Mann-Straße im Arnulfpark mit der Philipp-Loewenfeld-Straße, einen Abzweig der Landsberger Straße, verbinden. Der Steg soll satte 230 Meter mit 37 Gleise überspannen! Von der Brücke aus können die Menschen direkt auf die S-Bahnsteige der Donnersbergerbrücke kommen. Auf den Steg führen von beiden Seiten Rampen. Damit soll für die Radler eine Lücke in der Fahrrad-Hauptroute zwischen Westend und Neuhausen und der Maxvorstadt geschlossen werden.

Die Planung hat die Stadt im August 2012 ausgeschrieben, im Februar wurden fünf Angeb+ote bewertet: Die Sachverständigen-Jury um den Frankfurter Architektur-Professor Zvonko Turkali hat den Entwurf des Planungsteams SSF Ingenieure mit den Architekten Lang Hugger Rampp auf den ersten Platz gewählt. Die sollen nach einem Beschluss des Stadrats nun den Bau planen und eine Vorprojektgenehmigung vorlegen.

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Der Entwurf spannt sich ganz filigran und fast gerade über die Gleise. Die Brüstung besteht aus hohen Glasscheiben, die Ausblicke auf Hauptbahnhof und Innenstadt ermöglichen und leicht ausgetauscht werden können sollen. „Die neue Brücke ist ein zurückhaltendes, einfaches und raffiniertes Bauwerk zugleich“, lobten die Sachverständigen. Auf der Südseite kommen die Radler über lange Rampen auf den Steg, auf der Nordseite über eine Spirale. Gemäß der Vorgaben soll dort eine durchsichtige, sechs Meter hohe (!) Lärmschutzwand die Lücke zwischen Brückenkopf und angrenzenden Gebäuden schließen.

Über alle eingereichten Entwürfe können sich die Bürger nun informieren: Sie liegen bis 29. Mai in der Halle des Technischen Rathauses in der Friedenstraße 40 aus.

David Costanzo

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