Brennende Akkus, Stromschläge und Co.

Neue Gefahren durch Elektroautos: Wie fit sind die Rettungskräfte?

Die Bayernpartei hat im Stadtrat eine Anfrage gestellt, zum Schulungsstand der Rettungskräfte bezüglich Elektroautos. Denn diese stellen die Helfer vor neue - gefährliche - Herausforderungen. 

München - Der langsam, aber stetig wachsende Anteil an Elektroautos im Straßenverkehr beschäftigt mittlerweile auch die Rettungskräfte. Laut der Stadtratsfraktion der Bayernpartei häufen sich bundesweit die Beschwerden, dass es an Schulungen zum Umgang mit verunfallten Fahrzeugen mangele. Vor allem Gefahren wie Stromschläge und Verletzungen durch brennende Akkus würden häufig unterschätzt.

Ganz anders klingt das bei der Münchner Feuerwehr. Bei der Branddirektion fühlt man sich bestens ausgebildet: „Wir sind gut aufgestellt“, versichert Pressesprecher Jan Saurer. „Denn sonst hätten wir ja nicht gut gearbeitet.“ Die Gefahren für Rettungskräfte durch die neue Antriebstechnik seien den Einsatzkräften bekannt. Grundsätzlich sei es richtig, dass von brennenden Elektroautos eine höhere Gefahr ausgehe. In speziellen Schulungen habe man aber den richtigen Umgang mit den Stromaggregaten gelernt. 

„Wir sind froh über die gute Zusammenarbeit mit den Herstellern“, sagte Saurer im Gespräch mit unserer Zeitung. Denn die Autobauer stellen der Branddirektion regelmäßig Fahrzeuge zu Testzwecken zur Verfügung.

Die Bayernpartei nimmt sich der vermeintlichen Sorge der Rettungskräfte dennoch an und hat OB Dieter Reiter (SPD) einen Fragenkatalog vorgelegt. Die Initiative geht von Fraktionsvize Richard Progl aus, der unter anderem wissen will, ob es bei Polizei, Feuerwehren und Rettungsdiensten ausreichend Schulungen gebe und ob auch potenzielle Ersthelfer auf die Gefahren hingewiesen würden.

Wie schwierig Einsätze mit Elektroautos wie dem Tesla für die Feuerwehr sein können, zeigt ein Fall aus Tirol. 

Rubriklistenbild: © dpa

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