Das neue Gesicht von Pasing

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Das Pasinger Zentrum wird großflächig umgestaltet. Der drittgrößte Bahnhof Bayerns wird modernisiert, für die Autos wird die Nordumfahrung gebaut.

München - Die schlechte Nachricht zuerst: Die täglich 125 000 Benutzer des Pasinger Bahnhofs müssen sich 2011 und 2012 auf weitere Umwege, Lärm und Bauarbeiten gefasst machen. Es gibt aber auch gute Nachrichten.

Die gute Nachricht: Das neue, schöne Gesicht von Bayerns drittgrößter Bahn-Verkehrsstation wird immer deutlicher. Aus dem ehemaligen Schandfleck wird eine moderne Verkehrsdrehscheibe. „Der barrierefreie Ausbau von Pasing ist eines unserer wichtigsten Projekte“, sagt Bahnhofsmanager Heiko Hamann, der am Mittwoch Zwischenbilanz zog.

Der Stand:

Die Bahnsteige: Die Arbeiten an den zwei S-Bahnsteigen (Gleis 3/4 und 5/6) sind weitgehend fertig. Sie wurden auf 96 Zentimeter erhöht, mit neuen Dächern, Bänken, Rolltreppen und Fahrstühlen ausgerüstet. Teilweise fehlen noch Zugzielanzeiger. Derzeit werden der Bahnsteig für die Regiozüge (Gleis 2/3) und der für den Fernverkehr (Gleis 8/9) modernisiert und ebenfalls mit Aufzügen, Fahrtreppen und neuen Dächern versehen. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren und sollen bis Herbst 2012 abgeschlossen sein. Gesamtkosten: 42 Millionen Euro. Für die Umbau-Arbeiten muss zeitweise ein Teil der Unterführung gesperrt werden.

So verändert München sein Gesicht

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Nordumfahrung: Auch die Stadt kommt mit den Bauarbeiten bei der Nordumfahrung voran. Im März wird ein Teil der Straße östlich des Bahnhofs Richtung Knie freigegeben. Damit wird die Zufahrt zu den Pasing-Arkaden ermöglicht:

Die Pasing-Arkaden: Sie sollen bereits im März in Betrieb gehen.

Alter Bahnhof: Ebenfalls im März wird die Sanierung des ersten Bahnhofs Pasings aus dem 19. Jahrhundert abgeschlossen sein. Hier soll ein Bistro seinen Betrieb aufnehmen.

Das Terminalgebäude: Östlich des Bahnhofs entsteht ab März ein neues Terminalgebäude, in dem Geschäfte und Läden, die bisher im Bahnhof untergebracht waren, eine neue Heimat finden. Parallel dazu entsteht eine unterirdische Fahrradabstellanlage. Die ersten 500 Stellplätze können ab Herbst genutzt werden.

So sieht's am Pasinger Bahnhof derzeit aus.

Die Unterführung: Finster und steil präsentiert sich der unterirdische Weg zu den Gleisen. Er wird ebenfalls erneuert und flacher gemacht, um Behinderten den Zugang zu erleichtern. Der künftige Niveau-Unterschied von 90 Zentimetern vom Hauptgebäude zur Unterführung wird durch einen Fahrstuhl und eine Treppe überbrückt. Während der Umbauarbeiten wird ein Ersatzzugang zu den Bahnsteigen geschaffen. Gleichzeitig wird auch die Fußweg- und Radunterführung auf der Ostseite des Bahnhofs erneuert.

Empfangsgebäude: Hier wurden bereits ein neues Reisezentrum und eine Toilettenanlage installiert, hier fehlen noch Restarbeiten. .

Vorplatz: Ab 2012 folgt im westlichen Teil an der Kafkastraße der Bau eines Busbahnhofs, sämtliche Flächen vor dem Bahnhof werden verkehrsberuhigt. Hier rollt künftig die Tramlinie 19 vorbei.

Karl-Heinz Dix

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