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Therme Erding: 50 Millionen für Hotel und Seniorenresidenz

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Erding - Für das Areal rund um die Therme liegen neue Hotelpläne vor. Für 50 Millionen Euro sollen ein Hotel, ein Boardinghaus und eine Seniorenresidenz entstehen.

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Zwischen Therme und dem Landesgartenschaupark soll der neue, 50 Millionen Euro teure Hotel- und Seniorenkomplex entstehen. Die Planung ist fix, Investoren sollen noch heuer benannt werden. Skizze: Baumgartner und Partner

Lange war das Unternehmen Rogner im Rennen. Doch nachdem die Österreicher bis zur vom Zweckverband (ZV) Geowärme gesetzten Frist am 30. September 2008 weder eine Finanzierung vorgelegt noch mit dem Bau begonnen hatten, trat der ZV nach den Worten seines Geschäftsführers Alois Gabauer vom Vertrag zurück.

Dafür wurde man mit der Münchner Projektentwicklungsgesellschaft Arge Dr. Baumgartner & Partner sowie der CP Classic Projekt GmbH als Architekten handelseinig. Sie müssen bis 31. Dezember dieses Jahres ein Konzept vorlegen und Investoren benennen. Auch wenn Letzteres bislang nicht im Rathaus eingegangen ist, hat Gabauer die Zusage, dass man rechtzeitig die Umsetzer des Mammutprojekts nachliefern werde.

Und das ist es in der Tat. Hans Baumgartner spricht von einer Gesamtsumme in Höhe von 50 Millionen Euro. Direkt neben der Therme sind am Rande eines der drei Kernbereiche der Bewerbung um die Landesgartenschau 2018 drei Komplexe vorgesehen – ein Thermen- und Businesshotel mit 252 Doppelzimmern und acht Suiten, ein Boardinghaus mit 70 Appartements und eine Seniorenresidenz mit 72 Plätzen. Offen ist noch, ob hier Betreutes Wohnen oder ein Altenheim entsteht.

Das Hotel richtet sich zum einen an die Thermengäste, die von immer weiter her anreisen. Baumgartner kalkuliert aber genauso das Bevölkerungswachstum in Erding sowie im gesamten Münchner Norden ein. Nicht zuletzt erhofft man sich Geschäfte mit den Airlines am Münchner Flughafen. Sie könnten über einen längeren Zeitraum Wohnungen im Boardinghaus beispielsweise für Kabinenpersonal während der Ruhezeiten mieten. Geplant sind 20 Drei- und 50-Zwei-Zimmer-Appartements. Hotel und halbringförmiges Boardinghaus würden gemäß der Pläne einen direkten Zugang zum Bad erhalten. Das Hotel soll in vier Trakten mit runder Dachkuppel realisiert werden.

In U-Form geplant ist die Seniorenresidenz, die Zimmer sind nur auf einer Gebäudeseite nach Osten, Süden und Westen ausgerichtet.

Die Gesamtsumme von 50 Millionen setzt sich unter anderem aus den Kosten für das Hotel (35 Millionen Euro), für das Boardinghaus (acht Millionen) sowie für die Seniorenresidenz (fünf Millionen) zusammen. Zur Architektur merkt Baumgartner an, dass sie „fröhlich und leicht“ sein werde. Dies solle vor allem mit großen Glaselementen realisiert werden.

Uwe Barth, Prokurist der Therme, sagt: „Jeder Tag, den wir das Hotel früher bekommen, ist ein guter Tag.“ Viele Gäste würden nach thermennahen Betten fragen, denn die Vielfalt des Angebots animiert immer mehr Badegäste zu einem zweitägigen Aufenthalt. Angesichts der steigenden Übernachtungszahlen in Erding sei eine weitere Unterkunft in der Nähe des Bades „enorm wichtig“, so Barth.

(Hans Moritz)

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