Neue Informationen im Fall Zimmermann: Sie wurde angezündet

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Luise Zimmermann ist angezündet worden.

Egmating - Im Mordfall Luise Zimmermann gibt es offenbar neue Informationen - die das ZDF vor seiner Sendung Aktenzeichen XY veröffentlicht hat.

Neue grausame Erkenntnisse im rätselhaften Mordfall Luise Zimmermann: Die Rentnerin (73), die nach einem Volkswandertag am 7. Juni spurlos verschwunden und 14 Tage später im Egmatinger Forst bei Kaltenbrunn tot aufgefunden worden war, ist erwürgt und von ihrem bestialischen Mörder angezündet worden!

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Diese Ermittlungsdetails wurden jetzt wegen eines geplanten, aber doch nicht gesendeten Beitrags in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ bekannt. In TV-Programmen und im Internet war der Fall mit diesen bislang von der SoKo Kaltenbrunn wohl aus ermittlungstaktischen Gründen geheim gehaltenen Erkenntnissen verraten worden. „Der Täter erwürgt die Frau, entkleidet sie und zündet sie schließlich an. Am Tatort bleiben lediglich die Sonnenbrille und ein paar Knöpfe des Opfers zurück“, hieß es in der Vorankündigung des ZDF. Überschrieben war der Beitrag mit dem Titel: „Landkreis München: Mord im Wald – Kripo jagt ungewöhnlich grausamen Täter.“

Der Fall Luise Zimmermann

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Gezeigt wurde der Beitrag in der beliebten Krimialsendung – am Mittwochabend schauten trotz des FC-Bayern-Spiels in der Champions League 4,03 Millionen Menschen zu – nicht. Offiziell aus technischen Gründen, wie eine Sprecherin gegenüber der tz erklärte: „Es kann sein, dass ein anderer Film verlängert oder etwas Aktuelles eingeschoben wurde.“ In Kreisen der Ermittler ist man jedenfalls nicht erfreut über das Vorpreschen des ZDF. „Die Veröffentlichung dieser Details zum jetzigen Zeitpunkt ist unglücklich“, betonte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord in Ingolstadt. Nähere Auskünfte zum Stand der Ermittlungen in diesem Verbrechen gab es nicht. Laut der ZDF-Sprecherin ist der Fall nun in der nächsten Aktenzeichen-Sendung am 11. November geplant.

Gezeigt wird dann auch das Foto des unbekannten Mannes, der von einer Wildsau-Kamera in Tatortnähe fotografiert worden war. Der Jäger Thomas F. hatte die Bilder bei der Polizei abgeliefert, weil darauf ein dubioser Mann mit Jeans und umgehängtem roten Pullover zu sehen ist. Er schlich am 15. Juni um 18.42 Uhr – acht Tage nach dem Verschwinden Zimmermanns – weit abseits der nächsten Forststraße und in umwegsamen Gelände suchend umher. Genau in dem Bereich, in dem der Hund eines Spaziergängers wiederum eine Woche später den Leichnam von Luise Zimmermann aufgespürt hatte. Der Jäger wollte mit der Kamera eigentlich den Wildbestand in seinem Revier aufnehmen. Seine am Baum hängende Kamera war mit einem Sensor ausgestattet, der auf Bewegungen reagierte und dann Aufnahmen machte. Bislang hat aber auch dieses am 13. Oktober von Polizei und Staatsanwaltschaft veröffentlichte Fahndungsbild des Mannes, der offiziell als „Zeuge“ gesucht wird, trotz mehrerer Hinweise keine Erkenntnisse gebracht. Die SoKo Kaltenbrunn tappt weiter im Dunkeln.

Erhält der Gruselmord an der rüstigen Rentnerin aus Neuperlach für immer das Aktenzeichen „XY ... ungelöst“?

Stefan Dorner und Dorita Plange

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