Neue Kamera-Autos kommen nach München

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So sehen die Kamera-Autos aus

München - Bald sind die Kameraautos wieder unterwegs! Nach den Aufnahmen für Google Street View schickt jetzt Microsoft seine Wagen nach München. So können Sie sich wehren:

In diesem Monat (das genaue Datum ist noch offen) beginnt Microsoft in und um München, die Straßen für seinen Stadtplandienst Bing Streetside zu fotografieren. Die Aufnahmen laufen bis in den Juli hinein, die Autos erkennen Sie an den Kameraaufbauten sowie an den Logos des Kartenanbieters Navteq und von Microsoft Bing.

Microsoft verspricht zwar, die Privatsphäre besser zu wahren als Google mit seinem umstrittenen Streetview-Projekt. So sollen die Kameras, die etwa in Höhe der Sitzposition eines Lastwagenfahrers montiert sind, nicht über Hecken und Grundstücksmauern spähen. Gesichter oder Autokennzeichen werden automatisch unkenntlich gemacht, und im Internet beantwortet der Konzern unter microsoft.com/maps/de-DE/streetside.aspx alle Fragen. Dort finden Sie auch einen, leider nur sehr groben, Fahrplan für die Kameraautos.

Datenschützer kritisieren allerdings, dass Microsoft erst nach Veröffentlichung der Bilder eine Einspruchsmöglichkeit bieten will. Die Verbraucherzentrale NRW protestiert: „Sind die Daten erst einmal im Netz, lassen sie sich nur schwer wieder zurückholen.“ Wenn Sie Ihr Haus nicht im Internet sehen wollen, raten die Verbraucherschützer daher, sich schon vorab bei Microsoft dagegen zu wehren. Hierzu gibt es auf der Internetseite der Verbraucherzentrale (http://goo.gl/JDRC8) und beim Bayerischen Landesamt für Datenschutzaufsicht (http://goo.gl/cyGOQ) Musterbriefe. Die ersten Fotos sollen im Spätsommer oder Frühherbst im Netz landen.

tz

So funktioniert Google Street View

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