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Neue Masche: Polizei warnt vor Internet-Betrüger

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München - Die Polizei warnt vor einer neuen Betrugsmasche im Internet: Auf das Angebot, 3000 Euro nebenher zu verdienen, gab eine Münchnerin (49) ihre persönliche Daten preis. Ein teurer Fehler.

Die 49-jährige Angestellte aus Neuhausen war auf der Suche nach einer interessanten Nebentätigkeit. Auf ihre Internetannonce erhielt sie per E-Mail von einem Unbekannten ein für sie äußerst attraktives Angebot. Für rund zwei- bis dreitausend Euro pro Monat sollte sie per Kurierdienst gelieferte Pakete umetikettieren und an vorher per Mail übersandte Anschriften in England weiter leiten. Einen Arbeitsvertrag wollte der Unbekannte der Angestellten nach ein paar Wochen „Probearbeitszeit“ zukommen lassen.

Die Angestellte erklärte sich damit einverstanden, gab ihre persönlichen Daten weiter und kurz darauf wurden tatsächlich erste Pakete geliefert. Wie vorgegeben, schrieb die ahnungslose Frau die neuen Adressen auf die Pakete und gab diese mit Ziel England auf.

Als ihr die Paketdienste Rechnungen für die Lieferungen stellten, wurde die Frau misstrauisch. Denn eigentlich hatte der Unbekannte aus dem Internet gesagt, er wolle die Kosten übernehmen. Sie öffnete die nächsten Pakete, die ihr zugestellt wurden. Der Inhalt: hochwertige Elektroartikel. Nun rief die Frau die Polizei zu Hilfe. 

Die Beamten gehen nach ihren bisherigen Ermittlungen davon aus, dass der Unbekannte mit dem Namen der Frau und deren Daten bei diversen Onlinehändlern eingekauft und sich die Artikel dann über die Frau an Scheinadressen zugesandt hat. Dort konnte er seine Beute gefahrlos annehmen.

Die Tricks der Daten-Hacker

Die Beamten der Computer- und Internetkriminalität der Münchner Polizei gehen davon aus, dass dies kein Einzellfall ist. Mit dieser Betrugsmasche dürften Internet-Gauner weitere gutgläubige Münchner versuchen zu ködern. Deshalb die Warnung der Polizei: „Seien Sie vorsichtig im Umgang mit Ihren Daten im Internet! Gesundes Misstrauen gegenüber verlockenden Angeboten ist angebracht!“

Auch die 49-Jährige aus Neuhausen wird ihre Gutgläubigkeit wohl lange Zeit nicht vergessen. Die Polizei vermutet, dass sich auch noch in der nächsten Zeit mehrere Onlineunternehmen an die Frau wenden, um das Geld für ihre Lieferungen einzufordern.

mm/tz

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