Zeitplan steht

Neue Super-Tram könnte auch durch Englischen Garten fahren - mit spezieller Technik

Erste Ausfahrt: Die neue Tram verlässt das Siemens-Werk in Serbien.
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Erste Ausfahrt: Die neue Tram verlässt das Siemens-Werk in Serbien.

Der Zeitplan steht: Noch im Herbst soll die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) den ersten vierteiligen Zug des Typs Avenio von Siemens erhalten. Das berichtet das Portal Tramreport.

München - Demnach wurde das Fahrzeug im Produktionswerk von Siemens Mobility nahe der serbischen Großstadt Kragujevac gebaut und steht nun vor der Überstellung in das Prüf- und Validationscenter Wegberg-Wildenrath von Siemens. Dort stehen intensive Tests und die Inbetriebnahme an, bevor der Zug im Herbst in München* erwartet wird.

München: Die neue Super-Tram rollt an

Wie berichtet, hat die MVG 2019 für rund 216 Millionen Euro 73 neue Züge der Reihe erworben. Alles sind Vierteiler. Einzelne Züge sind speziell nachgerüstet worden, etwa mit einem Assistenten zur Kollisionsvermeidung und einer besseren Klimaanlage.

München: Neue Züge könnten dank Energiespeicher auch durch Englischen Garten fahren

Die neuen Züge sind jeweils 37 Meter lang. Sie sollen Taktverdichtungen ermöglichen und auch auf den geplanten Neubaustrecken zum Einsatz kommen. Die MVG will mit den neuen Zügen auch ältere Fahrzeuge der Baureihe R2 aus den 1990er-Jahren ersetzen. Die neuen Trambahnen bieten rund 218 Sitz- und Stehplätze statt bislang 157. Ferner sind die neuen Züge so eingerichtet, dass ein Energiespeicher nachträglich eingebaut werden kann. Damit wären die neuen Tramzüge in der Lage, auf dem neu geplanten Abschnitt der Tram-Nordtangente durch den Englischen Garten ohne Oberleitung zu fahren.

Bislang besitzt die Münchner Verkehrsgesellschaft 135 Trambahnen, davon 68 R2-Züge (Dreiteiler), 20 R3-Züge (Vierteiler), 14 Variobahnen (Fünfteiler), 30 Avenio-Züge (Vierteiler) sowie drei P-Züge (Trieb- und Beiwagen). *tz.de/muenchen ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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