Polizeistudie

Gewalttaten: Wann das Risiko am größten ist

München - Die neue Studie „Gewalt: mehr oder weniger“ der Kriminologischen Forschungsgruppe der Bayerischen Polizei (KFG) zeigt, wann das Risiko Opfer einer Gewalttat zu werden am größten ist.

Die Wahrscheinlichkeit, Opfer brutaler Gewalt zu werden, ist in der Zeit zwischen 21 und 24 Uhr am größten. Zu diesem Schluss kommt unter anderen die neue Studie „Gewalt: mehr oder weniger“ der Kriminologischen Forschungsgruppe der Bayerischen Polizei (KFG). Der Fall des Prügel-Opfers Andreas K. (20) bestätigt die Gewaltstudie der Polizei bis ins kleinste Detail! 

Laut der Polizei-Studie begehen 18 bis 24-Jährige vor allem im öffentlichen Raum Körperverletzungen. Die blutige Attacke auf Andreas K. passierte beispielsweise in einer Diskothek. Der Täter Daniel E. ist 22 Jahre, die Attacke passierte kurz vor Mitternacht. Zudem konzentrieren sich Körperverletzungen laut Studie auf das Wochenende. Nachts kommt es vor allem zu Konfrontationen von jungen Leuten, die sich vorher nicht kannten. Andreas K. traf an einem Samstagabend auf seinen Peiniger, dem er zuvor nicht begegnet war.

Für die Gewalt-Studie hat die Forschungsgruppe 500 polizeiliche Kriminalakten von Körperverletzungen in Bayern der Jahre 2002 und 2010 ausgewertet und miteinander verglichen.

Weitere Ergebnisse der Studie: Gegenüber 2002 war im Jahr 2010 der Alkohol doppelt so häufig Auslöser für Schlägereien. Und: Im Vergleich zum Jahr 2002 wurde 2010 häufiger mit der flachen Hand als mit der Faust zugeschlagen.

Tritte mit dem Fuß hat die Polizei dagegen in beiden Jahren wesentlich seltener registriert, Kopfstöße blieben durchgehend die Ausnahme.

Rubriklistenbild: © dpa

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