Personalsuche geht weiter 

Neue Referenten bei der Stadt München: Noch keine klaren Favoriten

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Beatrix Zurek wird Gesundheitsreferentin. 

Die Suche nach neuem Führungspersonal bei der Stadt geht weiter. Bald müssen die Chefsessel im Mobilitäts-, Klimaschutz- und Schulreferat besetzt werden. Klare Favoriten gibt es noch nicht. Aber Tendenzen. 

Die Besetzung des Gesundheitsreferates ist geklärt, Stadtschulrätin Beatrix Zurek (SPD) wird wohl bereits in der Vollversammlung im Oktober als neue Chefin gewählt. Das wiederum stellt die Grünen vor eine Herausforderung. Denn Zureks Amt wird sofort frei, die Grünen haben das Vorschlagsrecht. Wäre alles normal verlaufen, hätte der Posten erst in zwei Jahren besetzt werden müssen. Damit sind die Grünen nun in der Situation, möglichst rasch gleich drei Referenten finden zu müssen: einen für den Klimaschutz, einen für Mobilität und eben einen neuen Chef für das Referat für Bildung und Sport.

Relativ weit gediehen ist die Suche nach dem Chef im Mobilitätsreferat. In der kommenden Woche ist Vorstellungsrunde, zu der mindestens fünf Bewerber eingeladen werden. Im erweiterten Favoritenkreis befinden sich laut Insidern zwei Verwaltungsmitarbeiter: Martin Schreiner, der beim Kreisverwaltungsreferat unter anderem für das Mobilitätsmanagement zuständig ist. Darüber hinaus zählt auch Georg Dunkel vom Planungsreferat zu den Favoriten, der derzeit auch für den Bereich Verkehrsplanung mit zuständig ist. Ferner gibt es eine Riege externer Bewerber. Die Grünen sind sich intern noch uneins, auf der einen Seite ist zu hören, dass es auf Dunkel oder Schreiner hinauslaufen könnte – möglicherweise auch in Kombination mit einem der beiden als Referenten, dem anderen als Stadtdirektor. Andere sagen, das Rennen sei offen, und es gebe auch aussichtsreiche externe Bewerber.

Weniger fortgeschritten ist die Suche nach einem Chef oder einer Chefin für das neue Klimaschutzreferat und die nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger für Beatrix Zurek. Da die Grünen ihre Posten paritätisch besetzen, ist davon auszugehen, dass mindestens ein Chefsessel mit einer Frau besetzt werden muss – eventuell auch zwei. Im Zusammenhang mit dem Referat für Bildung und Sport liegt es nahe, über Ulrike Gote nachzudenken. Die Grünen-Politikerin war 2003 bis 2013 Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Fraktion im Bayerischen Landtag und zwischen 2013 und 2018 Vizepräsidentin des Landtags. Sie ist aktuell Dezernentin für Jugend, Frauen, Gesundheit und Bildung der Stadt Kassel. Zu hören ist auch der Name von Stadträtin Anja Berger, die als Lehrerin über die notwendige Qualifikation verfügen würde. Die hätten aber auch der Landtagsabgeordnete Maximilian Deisenhofer, derzeit Sprecher für digitale und berufliche Bildung, sowie die Landtagsabgeordnete Anna Toman. Boris Schwartz, Leiter der Markthallen München, wird derweil mit einem hohen Amt im Klimaschutzreferat in Verbindung gebracht.

Ob dies noch um ein Fachgebiet erweitert wird, muss der Stadtrat entscheiden. Die CSU hat gestern jedenfalls beantragt, das neue Umwelt- und Klimaschutzreferat solle den Bereich des Tierschutzes in seinen Zuständigkeitsbereich aufnehmen und entsprechend im Namen dokumentieren. 

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