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Wenn ausreichend Nachfrage besteht

Bis 18 Uhr offen: Das ändert sich bei den städtischen Kitas

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Die städtischen Kitas dürfen künftig länger geöffnet haben.

Die Stadt ändert ihre Satzung: Die städtischen Kitas dürfen künftig länger öffnen, die Eltern müssen aber künftig auch mehr für die Verpflegung ihrer Kinder zahlen. Was sich sonst noch ändert:

München - Die Nachricht wird besonders Eltern von Kleinkindern freuen: Städtische Krippen dürfen künftig abends bis 18 Uhr öffnen, wenn fünf oder mehr Eltern eine Betreuung ihrer Kinder bis dahin wünschen. Die Neuregelung ist Teil der Reform der städtischen Kita-Satzung, die der Bildungsausschuss des Stadtrats gestern einstimmig auf den Weg gebracht hat. Eine weitere gute Nachricht: Die Grundgebühren für alle Kitas bleiben gleich.

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Öffnungszeiten: Künftig sollen alle Krippen, Kindergärten, Häuser für Kinder, Horte und Tagesheime einheitlich von 7.30 bis 17 Uhr geöffnet haben – und im Bedarfsfall eben bis 18 Uhr.

Schließzeiten: Auch die Schließzeiten werden vereinheitlicht: So sollen ab September, wenn die neue Satzung in Kraft tritt, alle Einrichtungen an 13 fixen Tagen geschlossen sein, dazu kommen sieben Ferien- oder Brückentage, die die jeweilige Kita selbst festlegt.

Geschwisterermäßigung: Neu ist auch die Regelung bei der Geschwisterermäßigung. Bislang bekam das ältere Kind einen Rabatt – also etwa für den Hort und nicht die teureren Krippen, vom dritten Kind an waren keine Gebühren mehr fällig. Nun richtet sich die Geschwisterermäßigung für alle städtischen Kitas und solche nicht städtischen, die an der Münchner Förderformel teilnehmen, nach dem Alter des Kindes. Das heißt: Immer zahlt das älteste Kind voll, das zweitgeborene bekommt eine Ermäßigung und alle weiteren zahlen nichts. So sparen sich Eltern in der Regel die teureren Krippengebühren. Hier geht das Bildungsreferat von deutlich weniger Einnahmen aus.

Verpflegungsgeld: Das Kita-Essen wird teurer. Seit 2003 ist der Beitrag nicht mehr erhöht worden. Von September an werden 85 Cent pro Tag mehr fällig, das sind 17 Euro im Monat. Im Kindergarten werden künftig 75 Euro Verpflegungsgeld im Monat erhoben, in Horten und Tagesheimen 79 Euro, in Häusern für Kinder zwischen 77 und 89 Euro und in Krippen zwischen 37 und 77 Euro. Hier geht das Bildungsreferat von rund 4,1 Millionen Euro Mehreinnahmen aus.

Buchungszeit-Stufen: Viele Eltern von Schulkindern wünschen sich kürzere Buchungszeiten. Für sie gibt es zwei neue Buchungsstufen, „bis zwei Stunden“ (107 Euro) und „bis drei Stunden“ (116 Euro). Die Buchungsstufe „bis zwei Stunden“ wird allerdings nur von Modellprojekten wie etwa der Freitagsgruppe für Kinder an einer Ganztagsschule angeboten, deren Unterricht mittags endet. Darüber hinaus ist es künftig möglich, Schulkinder länger als sechs Stunden betreuen zu lassen (166 Euro). Ermäßigungen werden hier gewährt für Eltern, die zusammen weniger als 60.000 Euro pro Jahr verdienen.

Vergleichsberechnung fällt weg: Bisher konnten Eltern eine Ermäßigung der Gebühren auf der Grundlage ihrer aktuellen Einkünfte – und nicht der des Vorvorjahres – beantragen. Diese Vergleichsberechnung war vor allem dann interessant, wenn es sich um sehr unterschiedliche Einkommen handelte. Das gibt es künftig nicht mehr. Dieses verwaltungstechnisch aufwendige Angebot hätten ohnehin nur rund zwei Prozent aller Eltern in Anspruch genommen. Jetzt wird immer das Vorvorjahreseinkommen herangezogen – wovon vor allem jene Familien profitieren, in denen ein Elternteil erst mit Eintritt des Kindes in einen Hort wieder zu arbeiten beginnt.

Auswahlverfahren: In Häusern von Kindern gilt künftig nicht mehr, dass Kinder automatisch vom Krippen- zum Kindergarten- und anschließend zum Hortkind aufsteigen. Bei jedem Wechsel in eine andere Altersstufe müssen sich die Eltern neu bewerben. Allerdings haben Kinder, die das Haus für Kinder bereits besuchen, Vorrang gegenüber externen Bewerbern, sodass das Verbleiben in der Einrichtung in der Regel gewährleistet ist.

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