"Runter vom Gas"

Neue Schock-Plakate an der Autobahn

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Durch Plakate wie dieses sollen Autofahrer vom Rasen und Drängeln abgehalten werden

München - Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat in München die neuen Autobahnplakate der Verkehrssicherheitskampagne „Runter vom Gas“ vorgestellt.

„Dieser Termin gehört zu einem meiner wichtigsten im ganzen Jahr“, sagte Peter Ramsauer am Montag in München. Umgeben von historischen Verkehrszeichen und Fahrzeugen stellte der Bundesverkehrsminister im Vekehrszentrum des Deutschen Museums drei neue Autobahnplakate der Kampagne „Runter vom Gas“ vor. „Es gibt ja fast keinen besseren Ort, als diesen hier“, scherzte er. Das Motto der neuen Plakatlinie: „Scheinbar schöne Welt“.

Eine Familie mit Kleinkind auf dem Rücksitz, vier junge Frauen in bester Laune und ein Pärchen bei Sonnenuntergang im Cabriolet. Diese fröhlichen, unbeschwerten Szenen zeigt die neue Plakatlinie. Doch die Botschaften auf den Bannern brechen mit der scheinbaren Harmonie. Die Sätze „Einer drängelt, drei sterben“, „Einer ist abgelenkt, vier sterben“ und „Einer rast, zwei sterben“ sind zu lesen.

An 800 Stellen, an Autobahnen und Raststätten in ganz Deutschland, werden die Plakate aufgestellt. Im Schnitt alle 30 Kilometer steht ein Schild. Dazu kommen 290 weitere Poster, die jedoch schon Ende Januar wieder abgehängt werden.

Seit mittlerweile sechs Jahren existiert die Kampagne „Runter vom Gas“ des Bundesverkehrsministeriums und des Deutschen Verkehrssicherheitsrates. Und sie zeigt Wirkung, wie Ramsauer gestern sagte. Mehr als 70 Prozent von über 2000 Befragten in Deutschland hätten angegeben, die Kampagne zu kennen. Vor allem die Plakate am Straßenrand werden von den Vorbeifahrenden gut angenommen. Für 92 Prozent der Autofahrer sind sie das weitreichendste und wichtigste Kontaktmedium, heißt es.

Und auch in den Statistiken der Unfalltoten und Verletzten spiegelt sich der Erfolg der Kampagne wieder. Während die Zahl der im Verkehr getöteten Personen laut Bundesverkehrsminister Ramsauer im vergangenen Jahr noch bei 4000 lag, erwartet er für das Jahr 2013 einen Rückgang auf rund 3300. Zum Vergleich: In den 70er Jahren seien es bei viel geringerem Verkehrsaufkommen 21 700 Tote gewesen. „Trotzdem ist jeder Getötete einer zu viel“, tadelte Ramsauer und fügte hinzu: „Das Leben ist zu schön, um es leichtfertig aufs Spiel zu setzen.“

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