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Das ist die neue Schwabinger 7

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Wirt Max Maier in der neuen Schwabinger 7. Die Öffnungszeiten haben sich im Vergleich zur alten Kneipe nicht geändert: Sonntag und Montag von 21 bis 2 Uhr, Dienstag bis Donnerstag bis 4 und Freitag und Samstag bis 5 Uhr (mindestens ...).

München - Lange wurde gekämpft, aber es hat nichts gebracht. Die Schwabinger 7 wurde Ende Juni geschlossen. Jetzt hat Wirt Max Maier ein paar Häuser weiter mit 200 Leuten den Neuanfang gefeiert.

Am Ende war es fast wie „drüben“. Um 7 Uhr morgens taumelten gestern die letzten Gäste der neuen Schwabinger 7 nach Hause. Die erste Nacht ist vorbei. Die erste Nacht in der Münchner Kultkneipe, die umziehen musste, weil die alte Baracke einem Luxusbau weichen muss.

Die Heimat der Schwabinger Nachtschwärmer ist jetzt nicht mehr die Feilitzschstraße 7, sondern das Haus mit der Nummer 15. Die alte Gummizelle, keine hundert Meter weiter.

„Es ist unglaublich, wie viele Leute gekommen sind“, sagt Wirt Max Maier (50) am Mittag danach mit heiserer Stimme. „Die Hütte war voll. Das waren 200 Leute da, so viele haben drüben gar nicht reingepasst!“

Doch Maier gibt zu: „Ich war sehr skeptisch, dass es funktioniert!“ Groß war die Angst, dass mit dem Zapfenstreich in der alten „Schwasi“ vergangene Woche auch der Geist dieser liebenswerten und traditionsreichen Spelunke stirbt. Denn nur weil die Einrichtung sich kaum von der alten unterscheidet, ist das noch keine Garantie, dass die Leute mitziehen. Doch sie kamen wieder, die Fans und Freunde der Schwabinger 7.

Was bleibt, ist natürlich der Frust, dass der Kampf der Bürgerinitiative „Rettet die Münchner Freiheit“ für den Erhalt der alten Heimat verloren wurde. Trotz prominenter Unterstützer wie Liedermacher Konstantin Wecker oder Kabarettist Frank-Markus Barwasser („Erwin Pelzig“).

Die alte Nachkriegsbaracke wird also bald verschwinden. Doch der Kult der Schwabinger 7 hat den Trend der beliebigen Innenstadt-Gleichmacherei überlebt. „Es waren unglaublich viele Stammgäste da“, erzählt Wirt Maier. Sie sind den Weg mitgegangen von drüben. Die Schwabinger 7 ist tot, es lebe die Schwabinger 7!

Stefan Dorner

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