Der neue Stern am Party-Himmel

+
Hat keinen Namen, aber eine Adresse: Sascha Wegener (li.) und Flo Baier in ihrem neuen Club in der Maximilianstraße 11.

München - Da sage noch mal einer, U- und E-Musik gehen nicht miteinander. Sascha Wegener erinnert sich, als bei einer seiner ersten „Got Soul“-Partys eine Lady im Pelzmantel in den Club gewackelt kam:

„Sie sagte, sie käme gerade aus der Oper und fragte, ob der Pelzmantel an unserer Garderobe sicher sei.“ Wegener hat das Tierfell dann doch lieber in seinem Büro eingeschlossen. „Die Dame hat an der Bar Champagner geschlürft und richtig mitgewippt.“

Mehr Infos aus Münchens Nightlife gibt es auf

partygaenger.de

Ein anderes Mal kam Star-Geiger David Garrett zum Feiern vorbei. Wer so viel Schlag auch beim (semi-)ernsten Publikum hat, muss sich um mangelnden Zuspruch nicht sorgen, und deshalb bot Michael Ecker seinen baSH-Club Night in der Maximilianstraße Wegener und dessen Kompagnon Flo Baier nun auch zur freundlichen Übernahme an. Nicht ganz, denn Ecker bleibt im Hintergrund, an der Front sollen es die beiden Neuen aber nun alleine richten.

Partybilder vom Wochenende

Partybilder: Auch Marienhof-Star feierte in München

Am Wochenende war offizielle Eröffnung, kurz nach Silvester unterzogen die beiden Jung-Wirte den Keller-Laden noch einem Facelift, rückten den Tresen von der Mitte des Lokals an die Seite, sorgten für frische Farbe und ließen die Function One Musikanlage neu einstellen. In den nächsten Wochen kommt noch neues Licht dazu, LED-Effekte, mit denen der mehrere Tonnen schwere Perlenvorhang als abgefahrene Projektionsfläche genutzt werden soll.

Der Vorhang ist wohl das letzte Überbleibsel aus der Neva-Bar, dem ersten Lokal nach Renovierung der Bürk­lein-Fassade an der Nobel-Meile, hinter der auch das mondäne Brenner-Restaurant residiert. Nach dem Neva kam das Helleaven, später der baSh-Club Night, keiner der Läden gab auf, weil der Ansturm zu groß war. Kein Grund für Pessimismus bei den Neuen: „Wir glauben, dass wir’s schaffen, weil wir schon viele Jahre im Geschäft sind“, ist Wegener überzeugt, „und hier schon seit einigen Monaten Partys veranstalten, mit guter Resonanz“. Wegener ist DJ (mit dem Pseu­donym Big Sash), Baier Veranstalter, der bis letztes Frühjahr am Club Duo im Optimolwerk beteiligt war. Entsprechend ist auch die Aufgabenverteilung im neuen Club, Wegener ist für die Musik zuständig, Baier für die Gastronomie.

Am Mittwoch feiert künftig die fast schon legendäre Black Beat Night mit Mike The MC Wiederauferstehung, mit der der DJ bereits in den 90er-Jahren im Parkcafé regelmäßig abräumte. Freitag steht unter dem Motto „Slap – denn sie wissen nicht, was sie tun“ mit Nino Schmidbauer am Mischpult. „Das wird etwas housiger, elektronischer, und auch Publikum-orientiert“, verspricht Wegener. Samstagnacht übernimmt er selbst die Plattenregler bei „Addicted to“, zusammen mit wechselnden, namhaften Kollegen wie Stylewarz, DJ Passion oder Magic Flavour gibt’s Old School Hip Hop, Classic R’n’B, „aber immer nur das Neueste“.

Noch steht auf den Flyern kein Name für den Club, nur die Adresse Maximilianstraße 11. „Wir wollen noch ein paar Sachen verändern, wenn dann auch die Lichtanlage komplett ist, geben wir den neuen Namen bekannt und gehen damit auch in die Werbung.“ Das Zielpublikum hat den Laden bisher auch so ganz gut angenommen, und auch die Lady mit dem Pelz war zufrieden. Nicht nur, weil sie ihn unversehrt zurückbekam.

tz

Auch interessant

Kommentare