Tram und U-Bahn

Neue Züge lassen auf sich warten

Die Avenio-Züge lassen auf sich warten

München - Münchens Nahverkehrschef Herbert König muss die für den 15. Dezember geplanten Verbesserungen bei Tram und U-Bahn aufschieben. Grund: Siemens kann die bestellten Züge nicht fristgerecht liefern.

„Für die geplanten Verdichtungen im Berufsverkehr haben wir derzeit leider noch nicht genug Züge, weil sich Fertigstellung und Inbetriebsetzung der neuen Avenio-Tram sowie der U-Bahnen vom Typ C2 verzögern, da Siemens die ursprünglich vereinbarten Termine nicht einhalten konnte“, ließ der MVG-Chef mitteilen.

Die Trambestellungen der MVG stehen unter einem schlechten Stern: Bei der Variotram verweigerte die Regierung von Oberbayern lange die Zulassung, jetzt stehen die Züge wegen Problemen mit dem Fahrgestell oft in der Werkstatt. Grund genug für König, auf weitere Bestellungen beim Hersteller Stadler zu verzichten und die dringend benötigten Züge bei Siemens zu ordern - die nun fehlen und auch noch keine Zulassung haben.

So sieht Münchens neue Tram aus - Bilder der Präsentation

So sieht Münchens neue Tram aus - Bilder der Präsentation

Die Taktverdichtung nach St. Emmeram erfolgt nun frühestens am 27. Januar, die Taktverdichtungen auf den Linien 15, 18 und 22 sind vorher auch nicht möglich. Für die Verstärkerlinie 28 ist als Start der 28. April anvisiert - viereinhalb Monate verspätet!

Auch bei der U-Bahn klemmt es, weil Siemens die vier für den Fahrplanwechsel bestellten Züge des neuen Typs C2 nicht liefern kann. Auch hier steht die Zulassung noch aus. Darum werden die geplanten Taktverdichtungen auf der U2 mager ausfallen.

J. Welte

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