Gesamtkosten: 180 Millionen Euro

Neue Züge mit noch mehr Komfort

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DB-Regio-Chefin Antonia von Bassewitz ist stolz auf die Züge

München - Dass neue Züge mehr Komfort bedeuten können, beweisen die neuen vierteiligen Bahnen vom Typ Talent II, die zusammen 180 Millionen Euro gekostet haben und nun erstmals im Regelbetrieb losrollen.

Wenn DB-Regio in den vergangenen Jahren neue Züge in Betrieb nahm, sank meist der Komfort. Bei den völlig verkorksten Triebwagen der Baureihe 440, die nach Augsburg, Treuchtlingen und Ulm sowie Passau rollen, sitzen die Fahrgäste beispielsweise so eng beieinander wie die Hühner auf der Stange. Dass es auch anders geht, beweisen die neuen vierteiligen Triebzüge vom Typ Talent II, die jetzt erstmals im Regelbetrieb von München nach Mittenwald rollen, Sie bieten erheblich mehr Komfort. Die 37 Züge (Kosten: 180 Millionen Euro) sollen ab Dezember mit Flügelzügen nach Kochel und Reutte auch nach Innsbruck fahren. Nur nach Oberammergau muss dann umgestiegen werden. Ab Dezember wird außerdem zwischen München und Weilheim ein ganztägiger 30-Minutentakt gefahren.

Die Züge im Detail:

Sitze: Die Sitzabstände sind spürbar größer als beim Fuggerexpress (aber um zehn Prozent geringer als in der Bauversion der Österreichischen Bundesbahnen). Die nur 45 Zentimeter Sitzbreite bringen manche Menschen zwar in Nöte, positiv dagegen fällt die Vis-à-vis-Bestuhlung mit Tischchen (auf denen der Netzplan eingezeichnet ist) auf. Die Sitze sind auch nicht verbaut mit Fensterteilern. Der Zug ist im Übrigen voll klimatisiert, Displays zeigen die Stationen an.

Behindertengerechtigkeit, Mehrzweckabteile: Für Rollstuhlfahrer gibt es Hublifte, der Zugang ist einfach. Schiebebretter, die den Spalt an der Bahnsteigkante abdecken, erleichtern den Zustieg. Jeder Zug hat zwei Mehrzweckbereiche mit Ständern für Fahrräder, Skier und Snowboards sowie drei Toiletten.

Gepäck: An den Enden der auch (wegen seiner breiten Schnauze) „Hamsterbacke“ genannten Züge und unter den Sitzen gibt es Abstellmöglichkeiten. Wenn am Wochenende massenweise Touristen kommen, dürfte es allerdings mit Ausnahme der 1. Klasse eng werden.

Service: Alle Züge sind mit ein bis zwei Kundenbetreuern besetzt, die Fahrkarten zum Bordpreis verkaufen.

K.H. Dix

 

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