Initiativen gründen Brückenallianz

Neuer Anlauf für den Giesinger Steg

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Die Brücke soll nahe der Heilig-Kreuz-Kirche den Giesinger Berg mit einem Knick überwinden.

München - Brückenschlag für den Lückenschluss: In das Projekt Brücke am Giesinger Berg kommt erneut Bewegung.

Das Münchner Forum, der Arbeitskreis Öffentliches Grün, der ADFC, Green City und Mitglieder des Bezirksausschusses Au-Haidhausen haben sich jetzt zu einem Bündnis zusammengeschlossen: Die Brückenallianz Giesinger Berg will bei der Überquerung für Fußgänger und Radfahrer aufs Tempo drücken und die Lücke im Isarhochufer-Radweg schließen.

Bis zu 1,4 Millionen Euro soll der Steg kosten.

Den Ruf nach einer Brücke gibt es schon lange. Der Stadtrat hat sich bereits mit dem Thema befasst. Das Planungsreferat will im Frühjahr eine Prioritätenliste für Brücken in der Stadt beschließen lassen, darauf auch der Giesinger Steg. Die Allianz, aber auch CSU und Grüne drängen jedoch auf eine baldige Entscheidung. Denn: Der Giesinger Berg ist für Radler und Fußgänger schier unüberwindlich. Wer nach Grünwald radeln möchte, müsste zum Kolumbusplatz runter, bis zur Pilgersheimer Straße, dort queren, über die Humboldtstraße, die Pilgersheimer zurück und dann den Giesinger Berg wieder hoch!

14 Fahrbahnen und ein Kilometer Strecke Umweg – um die 25 Meter breite Straße zu umgehen. Alternative ist die dunkle und schmutzige Unterführung unter der Ichostraße. Mit Treppen.

Der Giesinger Berg ist zudem die einzige Lücke im Isarhochufer-Radweg zwischen Harlaching und dem Gasteig. Überall sonst – Candidstraße, Eisenbahn-Südring, Nockherberg – gibt es schon Radlbrücken. Die Stadt führt die Strecke als Hauptroute. Außerdem entstehen auf dem nahen Paulaner-Gelände demnächst 1000 neue Wohnungen.

Auf Initiative der Bürger haben Karl+Probst Architekten zwischenzeitlich Pläne entworfen. Der Steg soll den Giesinger Berg mit einem Knick überwinden. Es müssten kaum Bäume gefällt werden, und an der Südseite entstünde sogar ein kleiner Baumwipfelpfad. Teure Rampen wären zudem nicht nötig.

Die Kosten schätzt das Architekturbüro auf 1,2 bis 1,4 Millionen Euro.

Sascha Karowski

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