Neuer Anlauf zur Sonntagsöffnung

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In München gab es bislang eine Sonntagsöffnung (zur WM 2006) und drei eingeschränkte „Marktsonntage“ (Fasching, 3. Oktober, 1. Wiesnsonntag).

München - Das 40-jährige Jubiläum der offiziellen Eröffnung der Fußgängerzone steht zwar erst 2012 im Kalender, die Feierlichkeiten dazu sind aber jetzt schon Thema im Stadtrat.

Die Anlieger der Neuhauser-, Kaufinger- und Weinstraße – bekanntlich zumeist Einzelhandelsbetriebe – nehmen den Jahrestag zum Anlass, wieder einmal einen verkaufsoffenen Sonntag zu fordern. Bisher wehrten sich die politischen Parteien im Rathaus mehrheitlich gegen eine Liberalisierung der Ladenschlusszeiten. Ausnahme: die FDP.

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Es war OB Hans Jochen Vogels letzter Tag im Amt, als er den Münchnern mit einem Bürgerfest ihre Fußgängerzone übergab, 2012 ist dieser 30. Juni ein Sonntag. Wolfgang Fischer, Geschäftsführer der CityPartner, hat sich nicht nur bei den Mitgliedern seines Verbands umgehört, sondern auch beim „Statistischen Landesamt, den Museen in der Fußgängerzone, und alle waren für einen Tag der offenen Tür“. Dazu gehöre die sonntags geöffnete Tür von Kaufhäusern.

Die CityPartner würden das zweitägige Fest organisieren. Die Party würde zwei Wochen nach dem traditionellen Stadtgründungsfest steigen – ein weiterer Grund, warum sich zumindest die SPD-Fraktion schon jetzt deutlich zu ihrer negativen Haltung bekennt. Josef Schmid, Chef der Rathaus-CSU, möchte nochmal „trennscharf“ dargestellt wissen, ob und in welcher Form die CityPartner auch die Einladung der Stadt zur Mitwirkung am Stadtgründungstag annehmen würden. Sieht nicht so aus. Die Anlieger der Fußgängerzone sähen darin „keine Gestaltungsmöglichkeiten“, winkt Fischer ab. Bisher gab es in München nur den verkaufsoffenen Sonntag während der Fußball-WM 2006.

BW.

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