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Neuer Platz für Tausende Münchner: Was Genossenschaften planen

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Ausgezeichnet: das Projekt der Wogeno im Domagkpark.

Sie heißen Wagnis, Wogeno oder – ganz neu – Stadtwerkschaft. Und sie schaffen etwas, was in München selten geworden ist: günstigen Wohnraum! Genossenschaften werden immer beliebter.

München - 40.000 Wohnungen gibt es, auch bei den alten Bauherren wie Post- oder Bahngenossenschaft. 700 sind durch die jüngeren Genossenschaften schon entstanden, bis 2025 sollen 3600 weitere hinzukommen, denn es gründen sich weiter neue Genossenschaften. Allein neun seit 2014! Stadtbaurätin Elisabeth Merk hatte damals eigens die städtische Mitbauzentrale ins Leben gerufen, um das genossenschaftliche Bauen zu fördern.

Das Prinzip geht so: Einrichtungen wie Wogeno, Wagnis oder Frauen-Wohnen erhalten in neuen Baugebieten von der Stadt Flächen, meist in Erbbaurecht. Mit dem Programm Wohnen in München VI hat die Verwaltung den Flächen-Anteil nochmals erhöht: 30 Prozent für die Genossen (nicht die SPD!), zehn Prozent für Baugemeinschaften, 50 Prozent an die städtischen Wohungsbauer GWG und Gewofag. Die übrigen zehn Prozent gehen an Investoren.

Seit 2014 sind so 700 Wohnungen entstanden, 680 sind in Vorbereitung oder im Bau; bis 2025 sollen 2900 weitere Wohnungen entstehen, etwa im Neubaugebiet in Freiham oder in der Bayernkaserne.

Und so funktioniert das Modell: Eine Gruppe gründet eine Genossenschaft, um Wohnungen zu bauen. Jedes Mitglied investiert Geld für einen finanziellen Grundstock. Mithilfe von Krediten und städtischen Grundstücken können so bezahlbare Wohnungen entstehen: Mietpreise von sieben Euro pro Quadratmeter kalt sind keine Seltenheit!

Das endet meist nicht mit einem Projekt. Die Wogeno etwa existiert seit 20 Jahren und ist Herrin über 600 Einheiten. In den nächsten zehn Jahren soll das Portfolio auf 1000 Wohnungen aufgestockt werden. Zuletzt gab es eine Auszeichnung: Für das Projekt im Domagkpark erhielt die Wogeno den Bauherrenpreis – nicht nur günstiger, sondern auch schöner wohnen!

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