Neuer Polizei-Chef: Es ist der Andrä

Hubertus Andrä (r.) mit Innenminister Joachim Herrmann bei der Beerdigung von Mathias V., Opfer des Augsburger Polizistenmords

München - München hat einen neuen Polizeipräsidenten: Wie der Bayerische Rundfunk am Montag berichtete, wird Hubertus Andrä (57) die Nachfolge von Professor Wilhelm Schmidbauer im Münchner Polizeipräsidium antreten.

Der Leitende Ministerialrat übernahm erst im August 2012 die damals neu gegründete Abteilung für Verfassungsschutz im Innenministerium. Andrä gilt als Mann mit großer Einsatzerfahrung, der weiß, wie hart der Polizeidienst auf der Straße sein kann. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit in den vergangenen Monaten war die intensive Beobachtung des Rechtsextremismus in Bayern, die Modernisierung des Verfassungsschutzes und die Kommunikation der Behörden untereinander. Bei seiner Antrittsrede im Vorjahr zitierte der 57-Jährige den Schriftsteller Martin Mosebach: „Man muss sich um das Neue keine Sorgen machen. Das kommt ganz von selbst.“

Hubertus Andrä wurde in Garmisch-Partenkirchen geboren und lebt heute in Germering im Landkreis Fürstenfeldbruck. Bereits 1992 war Andrä in der Polizeidirektion Traunstein Leiter des Sachgebiets Einsatz, 2008 übernahm er die Direktion als Leiter. In der Zwischenzeit reformierte er im Ministerium die Polizeiarbeit. Seit März 2010 war er der Stellvertreter des ehemaligen Landespolizeipräsidenten Waldemar Kindler, der erst vergangene Woche in den Ruhestand verabschiedet wurde.

D. Plange

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