Neuer Service im Tierheim geplant

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Rund 8000 Tiere werden inzwischen pro Jahr vom Tierschutzverein vermittelt

Umbruch im Münchner Tierheim: Die Auffangstation des Tierschutzvereins soll professioneller werden, effektiver arbeiten und Kosten sparen.

Der Verein hat deswegen beschlossen, das Heim nicht mehr selbst zu betreiben, sondern auszulagern. Eine gemeinnützige GmbH (gGmbH) soll den Betrieb übernehmen. Die Gebäude bleiben allerdings im Besitz des Tierschutzvereins.

„Der Hauptgrund für die Auslagerung ist, dass die Anforderungen immer mehr steigen“, sagt Tierschutzvereins-Sprecherin Beate Eteläkoski. Im Jahr 2002 hat das Tierheim in Riem 6015 Tiere aufgenommen, betreut und erfolgreich vermittelt. 2008 werden es knapp 8000 sein. „Das kann man nicht mehr mit einem ehrenamtlichen Vorstand stemmen“, sagt Eteläkoski.

Durch die gGmbH-Gründung ist ein jährlicher Geschäftsbericht zwingend. Er soll die Betriebskosten transparenter machen. 2,5 Millionen Euro verschlingt der Betrieb des Tierheims derzeit pro Jahr. 250.000 Euro kommen von der Stadt, den Hauptteil muss der Verein durch Mitgliedsbeiträge und Spenden aufbringen. Jährlich fallen Kostensteigerungen von über drei Prozent an. Eteläkoski: „Es ist zunehmend schwieriger, das Geld aufzubringen. Durch die Neuorganisation tun sich dafür neue Möglichkeiten auf.“ Im Gespräch sind eine Haustierpension und eine Hundestagesstätte, in die berufstätige Frauchen und Herrchen ihr Tier während der Arbeitszeit bringen können.

Ausgelagert in eine neue gGmbH wird auch der Tierarztbereich. Bisher betreut der Veterinär nur Heim-Tiere. „Jetzt wird es rechtlich möglich sein, Tiere von Besitzern zu betreuen, die sich die Tierarztkosten selbst nicht leisten können“, so Eteläkoski.

mb

Quelle: tz

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