In Schwabing und in Harlaching

Neuer Verein kämpft für erhalt von Kliniken

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Warnt vor dem Klinik-Kahlschlag: Ingrid Seyfarth-Metzger beim Vortrag im Städtischen Klinikum.

München - Gestern beschloss der Stadtrat einstimmig den Neubau der Mutter- und Kinderklinik in Schwabing. Der Rest der bislang 900 Betten fällt der Sanierung der Städtischen Kliniken zum Opfer. Das soll verhindert werden.

Es wird ernst in Schwabing: Gestern beschloss der Stadtrat einstimmig den Neubau der Mutter- und Kinderklinik mit 199 Betten für 48 Millionen Euro. Dazu soll eine Notfallstation mit 95 Betten kommen. Der Rest der bislang 900 Betten fällt der Sanierung der Städtischen Kliniken zum Opfer! Ähnlich wird es in Harlaching kommen (tz berichtete). Aber das wollen Nachbarn und Anhänger der beiden Kliniken nicht hinnehmen: Sie gründen eine gemeinsame Initiative, um beide Standorte zu erhalten!

Die „Freunde des Klinikums Schwabing“ und die „Initiative Harlaching“ tun sich zusammen: „So ist die Versorgung der Münchner nicht mehr gewährleistet“, warnt das Gründungsmitglied Dr. Ingrid Seyfarth-Metzger (67), die als Anästhesistin in Schwabing arbeitete und die Notaufnahme in- und auswendig kennt. Der neue Verein kritisiert das Sanierungskonzept der Boston Consulting Group, das der Stadtrat nur mit kleinen Änderungen absegnete, als „fachlich inkompetent, in vielen Annahmen falsch und damit für die Stadt verheerend.“ Ähnlich hatte sich auch die Ärzte-Gewerkschaft Marburger Bund geäußert.

„Der Münchner Norden wächst wegen des Umbaus der Kasernen, aber es gibt nicht viele Kliniken“, sagt Dr. Seyfarth-Metzger. In Wahrheit seien die Kliniken kaputtgespart worden, Millionen würden für Unternehmensberatungen und Abfindungen verbrannt. Auch andere Städte könnten Kliniken wirtschaftlich führen.

David Costanzo

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