Stadtrat bricht die eigene Tür auf

Neuer Wirbel: Polizei nimmt Assal mit

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Josef Assal.

München - Neuer Wirbel um Stadtrat Josef Assal (55, SPD). Seine eigene Frau holte die Polizei, nachdem er in das eigene Haus eingebrochen war. Doch die Assals sagen: „Ein blödes Missverständnis.“

Am Mittwochabend war Assal ohne Schlüssel zu seinem Haus in Aubing gekommen – er befand sich eigentlich zur Behandlung in einer Klinik in Regensburg. „Ich wollte mein Radl und ein paar persönliche Dinge holen“, erklärt er der tz. Er habe geklingelt, doch niemand habe geöffnet. Dann stemmt Assal mit einem Schraubenzieher die Kellertür auf, nimmt sich einen Hammer und schlägt ein Loch in die Tür zur Wohnung, um den von innen steckenden Schlüssel umdrehen zu können. Als er eintritt, wartet schon die Polizei – Assals Ehefrau hatte die Beamten gerufen. Die Polizisten überwältigen Assal, führen ihn in Handschellen ab. Assal wird nun in einer Klinik behandelt.

Was ist passiert? „Er ist nicht mehr der, der er mal war“, so seine Ehefrau zur tz. Später sagt sie: „Das Ganze war ein schreckliches Missverständnis. Ich hatte die Polizei gerufen, weil ich dachte, dass das ein Einbrecher ist.“

Assal hatte bereits mehrfach für Wirbel gesorgt. Der Notarzt grillte voriges Jahr ein mit „Münchner Stadtrat“ beschriftetes Spanferkel. Im März erschien er im Stadtrat in Notarzt-Montur und warf der SPD-Fraktionsführung vor, sie sei „intrigant, arrogant, ignorant“. Ein paar Tage später wechselte er von der SPD-Fraktion zur „bürgerlichen Mitte“. Im März wollte Assal, obwohl krankgeschrieben, in der Notaufnahme in Schwabing einen Unfallpatienten versorgen, Die Klinik erteilte ihm Hausverbot.

we, dop

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